Die meisten Startups scheitern, weil der Markt fehlt

Aus Fehlern lernt man – das sehen vor allem Unternehmer in Kalifornien so. Im Silicon Valley gehört es schon fast zum guten Ton, auch mal gescheitert zu sein. Gründer schreiben ihre Fehlversuche sogar in den Lebenslauf und Investoren betonen unermüdlich, dass sie lieber in ein Gründerteam investieren, das schon mindestens einen Misserfolg hatte.

Um den Kollegen die Angst vor dem Scheitern zu nehmen und zu demonstrieren, dass Pleiten zum Geschäft gehören, schreiben viele Gründer ihre Erfahrungen in ihrem eigenen Blog oder für ein Online-Magazin nieder.

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Der US-Analyse-Dienst CB Insights hat nun über hundert dieser Erfahrungsberichte ausgewertet und die 20 Top-Gründe für das Scheitern ermittelt. Die Berichte stammen unter anderem von den Gründern von Readmill, Twitpic oder Springpad. Im Schnitt seien die Unternehmen 20 Monate nach der letzten Finanzierung und mit einer Kapitalspritze von insgesamt 1,3 Millionen Euro gescheitert, schreibt CB Insights.

Unter den Top Drei der Gründe finden sich die häufig genannten: In 42 Prozent der Fälle mussten die Gründer feststellen, dass der Markt für ihr Produkt fehlt. Bei 29 Prozent ging schlicht das Geld aus und 23 Prozent schieben dem fehlbesetzten Team die Schuld in die Schuhe.

Doch in der Liste lassen sich auch einige ungewöhnliche Gründe finden: In 9 Prozent der Fälle fehlte die Leidenschaft, genauso häufig sei die Lage des Büros schlecht gewesen.

Alle Top-20-Gründe in der Übersicht:

Bild:  © panthermedia.net / Wavebreakmedia ltd; Infografik:  CBInsights.com