POWER TO IDEA Accelerator Camp

Die Startups des POWER TO IDEA Accelerator Camps sind auf dem besten Weg, gemeinsam mit neuen regionalen Partnern die Energiewende voranzutreiben.

 

Kooperationen zwischen Startups und Unternehmen als Lösungsweg

Beim POWER TO IDEA Accelerator Camp arbeiten derzeit neun Early-Stage-Startups an der Umsetzung ihrer nachhaltigen Ideen, um die Energiewende anzutreiben. Der Clou am Camp: Um den Startups einen möglichst schnellen Markteintritt zu ermöglichen, verknüpft der Initiator, die Energieavantgarde Anhalt, sie frühzeitig mit regionalen Unternehmen, Organisationen und Marktexperten.

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Mobilitätspartner Mercedes-Benz Vans ermöglicht den Startups hierbei, mit Partnerunternehmen in der Region zusammen zu kommen, um an den Pilotprojekten zu arbeiten.

Diese Vernetzung hat Vorteile für beide Seiten: Startups bekommen die nötige regionale Expertise und können ihre Geschäftsidee einem „Reality Check” unterziehen. Die Unternehmen profitieren wiederum von frischen Ideen und der Teilhabe an dieser Highspeed-Acceleration. Es entstehen gerade viele spannende Pilotprojekte, die Startups können ihre Geschäftsideen an Partnern und ersten potenziellen Kunden testen. Business-Sackgassen werden so schnell ausmanövriert.

Aus diesem Ansatz sind bereits einige vielversprechende Kooperationen entstanden, die allesamt das Potential haben, den Energiemarkt mit ihren Ideen enorm voranzubringen und dem gesamten Sektor neue Impulse zu verleihen.

AIBerry und Fraunhofer Institut: Stromsparen lernen

Sebastian Schindler (Fraunhofer CSP), Denis Bittner (AIBerry) und Sven Wüstenhagen (Fraunhofer IMWS)

Sebastian Schindler (Fraunhofer CSP), Denis Bittner (AIBerry) und Sven Wüstenhagen (Fraunhofer IMWS)

Das Smart-Home und -Building Startup AIBerry konnte etablierte Marktexperten für ihr Produkt gewinnen und hat vielversprechende Kooperationen in Aussicht. AIBerry entwickelt die weltweit erste grüne Smart-Home-Lösung, die sich selbst mit Energie versorgt.

Sven Wüstenhagen vom Fraunhofer Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und System (IMWS) konnten sie bereits überzeugen: „Das Projekt klingt nicht nur spannend, sondern auch umsetzbar. Es ist konsequent mit grünen Materialien bedacht und wirklich eine runde Sache. Mir gefällt vor allem der pädagogische Aspekt, der den Leuten vermittelt: Stromsparen kann auch Spaß machen.“ Zusammen mit dem Fraunhofer Institut will AIBerry-CEO Denis Bittner seine herkömmlichen Platinen – Träger für elektronische Bauteile – durch Platinen aus Hanf ersetzen, um so noch nachhaltiger zu werden.

S O NAH und NASA: Intelligente Straßenbeleuchtung

Thomas Grimm und Victor ter Smitten von Sonah mit Alexander Kirste (NASA)

Thomas Grimm und Victor ter Smitten von Sonah mit Alexander Kirste (NASA)

Als Baustein zukünftiger Smart-City-Infrastruktur entwickelt S O NAH selbstlernende Sensoren, die beispielsweise freie Parkplätze anzeigen können. „Das Thema zukunftsfähige Infrastruktur und moderne, datengetriebene Mobilitätskonzepte zu entwerfen, ist eine Herausforderung für Verkehrsgesellschaften, unabhängig von der Größe. Wir können sie dabei unterstützen, zukunftsfähige Infrastrukturen aufzubauen. Das bedeutet in einer ersten Pilotierung, den Parkdruck lokal zu mindern, indem wir live Parkplatzdaten liefern“, so Thomas Grimm (COO von S O NAH).

Mit dem Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) ist das Startup außerdem im Gespräch, seine Sensoren für intelligente Straßenbeleuchtung einzusetzen. Ein Straßenzug soll versuchsweise mit smarten Laternen ausgestattet werden.

bookitgreen und Landkreis Wittenberg: Nachhaltiger Tourismus für die Region Anhalt

Josefine Erles und Andreas Teufl von Bookitgreen mit Stephanie Lehmann

Eine Kooperation für die Zukunft: Josefine Erles und Andreas Teufl von bookitgreen mit Stephanie Lehmann vom Landkreis Wittenberg

bookitgreen ist eine Online-Buchungsplattform für nachhaltige Ferienunterkünfte. Beim Partnertag führte das Startup intensive Gespräche mit dem Landkreis Wittenberg. „Bei unserer Entdeckungsreise durch die Region mit POWER TO IDEA waren wir begeistert von der Vielfalt an Historie, Architektur und Natur. Die Gegend wird wohl oftmals als Reiseziel unterschätzt“, bewertet Andreas Teufl (Co-Founder von bookitgreen) das Potential der Region Anhalt.

„Für den Landkreis Wittenberg und die gesamte Region Anhalt ist das Thema umweltfreundlicher Tourismus Neuland. Gerade dieses Jahr zieht das Reformationsjubiläum besonders viele Besucher an. Das ist natürlich ein großer Anreiz, den Tourismus hier nachhaltiger zu gestalten”, sagt Stephanie Lehmann vom Landkreis Wittenberg über die anstehende Kooperation mit bookitgreen.

Und das Startup sieht sich auch längerfristig in der Region: „Wir wollen den Unterkünften der Region beratend zur Seite stehen und so unsere Expertise im Bereich des nachhaltigen Reisens bestmöglich einsetzen. Unser Ziel ist es, möglichst viele Unterkünfte für bookitgreen zu begeistern und damit einen nachhaltigen Einfluss auf die touristische Entwicklung der Region zu nehmen“, fasst Andreas Teufl seine Ziele zusammen.

 

Bilder: Johannes Erb