Steuern sparen mit Holdingstrukturen

Was ist eine Holding?

Eine Holdingstruktur besteht immer aus mindestens zwei Unternehmen: Einer Tochtergesellschaft und einer Muttergesellschaft. Die Muttergesellschaft ist dabei die Gesellschaft, die Anteile an der Tochtergesellschaft hält. Es ist in einer solchen Konstellation nicht ungewöhnlich, dass die Muttergesellschaft 100 Prozent der Anteile an der Tochterfirma hält. Deshalb wird die Muttergesellschaft als „Holding“ bezeichnet. Eine Holding gibt es in unterschiedlichen Varianten:

  • Operative Holding
  • Management Holding
  • Finanz-Holding
  • Organisatorische oder strukturelle Holding

Wo hier die Unterschiede liegen, erfahren Sie in unserem >>> Fachartikel von Michael Silberberger.

So sparen Sie mit der Holdinggesellschaft Steuern

Der steuerliche Gestaltungsspielraum fällt bei einer Holdinggesellschaft relativ groß aus. Erwirtschaftet beispielsweise eine Tochtergesellschaft einen Gewinn und führt sie diesen Gewinn an die Muttergesellschaft ab, dann sind 95 Prozent des Betrags steuerfrei. Als Bemessungsgrundlage werden lediglich die letzten fünf Prozent herangezogen. Diese werden dann mit den üblichen Regelungen besteuert (ca. 30 Prozent). Rechnet man diese 30 Prozent schließlich auf die Gesamtsumme um, so fließen unterm Strich nur noch ca. 1,5 Prozent Steuergelder ab.  Damit diese Regelung gilt, muss die Holding mindestens 10 % für den Wegfall der Körperschaftssteuer bzw. 15 % für den Wegfall der Gewerbesteuer an der Tochter halten (vgl. § 9 Abs. 2a GewStG). Das gesparte Geld, das sich nun auf den Konten der Holding befindet, kann der Unternehmer reinvestieren oder sich nach und nach auszahlen lassen. Hier gibt es selbstverständlich einige Ausnahmen und Besonderheiten zu beachten. Diese finden Sie im >>> Fachartikel von Michael Silberbergerauf firma.de. Außerdem finden Sie in diesem Artikel Informationen über:

  • Mehr Sicherheit durch Betriebsaufspaltung
  • Preisdifferenzierung mittels Sub-Unternehmen und Treuhandschaften
  • Umwandlung zur Holding
  • Vorteile der Betriebsaufspaltung

Wieso lohnt es sich mittlerweile, auch für kleine und mittelständische Unternehmen, eine Holding zu gründen?

Lange Zeit war es für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) unrentabel oder sogar unmöglich, eine Holding zu gründen. Die Kosten für die Gründung waren einfach zu hoch. Außerdem benötigt jede GmbH einer Holding 25.000 EUR Stammkapital. Mit der Einführung der Limited und später der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) änderte sich das. Jetzt ist es auch für KMUs problemlos möglich, eine Holding zu gründen. So kann beispielsweise eine Holding aus einer UG (haftungsbeschränkt) und einer GmbH zusammengesetzt werden. Im Gegensatz zu einer GmbH kann eine UG (haftungsbeschränkt) bereits ab einem Euro Stammkapital gegründet werden. Eine schnelle, einfache und unkomplizierte Methode, eine Holding zu gründen, ist das „Holding Modell“ von firma.de. firma.de betreut die Gründung einer Holding bestehend aus einer UG und einer GmbH ab 399.- EUR. Möchten Sie stattdessen eine Holding bestehend aus zwei Unternehmergesellschaften (haftungsbeschränkt) gründen, können Sie das ebenfalls bei firma.de tun. Das „Holding Modell“ von firma.de kostet in dieser Variante 349.- EUR.