Investor Steve Jurvetson muss seine eigene Investmentfirma verlassen


Guten Morgen! Während wir geschlafen haben, ging für andere die Arbeit in der Startup-Welt weiter.

Die Top-Themen:

Steve Jurvetson ist einer der erfolgreichsten Investoren des Silicon Valleys – schon bei Hotmail war früh eingestiegen. Nun muss er seinen bekannten Risikokapitalgeber Draper Fisher Jurvetson wegen einer internen Untersuchung verlassen. Die wurde veranlasst, nachdem DFJ Anschuldigungen gegen Jurvetson zugetragen wurden: Der Investor soll sich gegenüber Frauen unangemessen verhalten haben. Konkrete Vorwürfe formuliert beispielsweise Raw-Science-Gründerin Keri Kukral auf Facebook. Im Zuge der Untersuchung musste Jurvetson auch seine Sitze in den Aufsichtsräten von Tesla und SpaceX aufgeben. Der Investor kündigte auf Twitter an, rechtliche Schritte gegen diejenigen zu unternehmen, die ihn diffamiert hätten.

[Mehr bei der New York Times]

In den vergangenen Monaten mussten bereits einige bekannte Investoren aufgrund ähnlicher Vorwürfe ihren Hut nehmen. In einem aktuellen Beitrag geht jetzt der New Yorker der Diskriminierung in der US-Tech-Szene auf den Grund. [Hier geht es zum Long Read]

Auch bei Gründerszene geht es heute um Investoren – allerdings um ein völlig anderes Thema: die Top-VCs in Europa. Der bekannte Lakestar-Gründer Klaus Hommels spricht außerdem darüber, warum europäische Geldgeber weltweit zu wenig Einfluss haben. „Wir geben uns mit kleinen Schritten zufrieden, die keinerlei Bedeutung haben“, mahnt er. [Mehr bei uns]

Und hier sind weitere Schlagzeilen aus der Nacht:

Unbedingt gute Nachrichten verbreiten – das scheint aktuell Ubers Devise zu sein. So verkündete das Mobilitätsstartup erst am Sonntag, sich mit dem potenziellen Milliardeninvestor Softbank auf das weitere Vorgehen geeinigt zu haben. In einem seltenen Statement machten die Japaner mit dem größten Tech-Fonds der Welt nun aber noch einmal deutlich, dass sie es sich offenhalten, den Deal jederzeit wieder abzusagen. [Mehr bei Recode]

Die Roboterschmiede Boston Dynamics präsentiert in einem neuen Video eine fortgeschrittene Version ihres Roboterhunds SpotMini. Der ist – wie immer – ganz schön creepy. [Mehr bei The Verge]

Eine Analyse zeigt, dass der Kochboxen-Versender Blue Apron den schlechtesten US-Börsengang in diesem Jahr hingelegt hat. Seit dem IPO hat der Wert des Unternehmens um 70 Prozent abgenommen: von 1,9 Milliarden auf etwa 600 Millionen US-Dollar. Der Ausgabepreis der Aktien lag im Juni bei zehn Dollar, jetzt notiert das Papier nun noch bei 3,17 US-Dollar. [Mehr bei Recode]

Gerade erst ist das iPhone X erschienen, schon kommen Gerüchte über die nächsten iPhones auf. Analysten glauben, dass Apple im kommenden Jahr mehrere Versionen des beliebten Smartphones launchen könnte, wobei auch günstigere Modelle dabei sein sollen. [Mehr bei Mashable]

In unserem Lesetipp auf Gründerszene geht es um den Großschlachter Robert Tönnies, der bisher vor allem für Massentierhaltung und Familienstreits bekannt ist. Der Unternehmer hofft jetzt auf ein besseres Image – mit E-Auto-Leasing. [Mehr bei uns].

Einen schönen Dienstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

Bild: Steve Jennings / Getty

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