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Zwei der Foodist-Gründer: Ole Schaumberg und Alexander Djordjevic (von links)

Exit in Hamburg: Das Medienhaus Ströer übernimmt das von Crowd-Investoren finanzierte Foodist. Das Delikatessen-Startup sei zu hundert Prozent an Ströer gegangen, wie das Fachportal Exciting Commerce berichtet, das sich auf ein Schreiben von Foodist beruft. Die Rendite für die Investoren habe demnach zwischen 19 und 92 Prozent gelegen. Ströer bestätigte die Übernahme gegenüber Gründerszene, Foodist meldete sich bisher auf Nachfragen nicht zurück.

Das Hamburger Startup Foodist verkauft Boxen mit Delikatessen und weiteren Zutaten. Kunden können entweder ein Abo abschließen und bekommen dann regelmäßig Boxen zugeschickt, oder sie kaufen einzelne Produkte über den Onlineshop von Foodist.

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Das 2012 gegründete Hamburger Startup hat in den vergangenen Jahren auf vielen Wegen Kapital gesucht. Seit der Gründung sammelte Foodist in drei Runden insgesamt 1,5 Millionen Euro von 2.399 Investoren über die Crowdinvesting-Plattform Companisto ein.

Im Jahr 2014 nahm Foodist an der Pitch-Show „Die Höhle der Löwen“ teil. Die drei Gründer bekamen ein Angebot von den Juroren: 125.000 Euro für 25 Prozent der Anteile. Die Foodist-Macher lehnten ab. Ein Jahr später nahm das Startup am Accelerator-Programm von ProSiebenSat.1 teil. Foodist beschäftigt mittlerweile 35 Mitarbeiter.

Das Kölner Medienhaus Ströer hat in den vergangenen Monaten einige Übernahmen im Digital- und Startup-Bereich getätigt. So kaufte der Werbevermarkter vor Kurzem etwa das Netzwerk Stayfriends und Social Media Interactive, das die Marken BodyChange oder auch imakeyousexy.com betreibt.

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Empfehlungen via Facebook oder Twitter sind für viele Unternehmen eine effiziente Methode, um Kunden kostengünstig zu akquirieren. Das Startup Firal mit Sitz in Hamburg hat daraus ein Geschäftsmodell konzipiert. Das Unternehmen hat sich zu Beginn des Jahres 2016 von Pay with a Tweet zu Firal umbenannt und legt seitdem seinen Schwerpunkt auf Software-as-a-Service. Damit ist ein Empfehlungsprogramm gemeint, das sich in andere IT-Dienstleistungen beziehungsweise Apps einbauen lässt. Der Relaunch ist mit einer sechsstelligen Zwischenfinanzierung abgerundet worden. Bisher sollen sich etwa 100 Geschäftskunden gefunden haben. Geld wird vor allem über Provisionen verdient. Nutzer, die etwas über Social Media weiterempfehlen, erhalten unter anderem Gutscheine. Für 2016 hat sich Firal eine VC-Runde als Ziel gesetzt. Bild: Das Firal-Team

Bild: Foodist