Stuffle Firmenräder

Das Hamburger Startup Stuffle wird in seiner jetzigen Form liquidiert. Das hat Mitgründer Morten Hartmann gegenüber Gründerszene bestätigt. Demnach wird die GmbH hinter dem 2012 gegründeten Unternehmen aufgelöst. Die Metasuchmaschine für Online-Marktplätze wird jedoch unter gleichem Namen weiterexistieren und bekommt einen neuen Besitzer.

Um wen es sich dabei handelt, darf Hartmann, der Stuffle nun verlassen wird, nach eigener Aussage noch nicht verraten. Nur soviel: Es werde einen „kleinen Pivot“ hin zu einem „leicht veränderten Angebot“ geben. Groß beworbene Sonderkategorien wie Reitbedarf, Oldtimer oder Sneaker auf der Stuffle-Website deuteten zuletzt an, wo die Reise hingehen könnte: weg vom Generalistenportal, hin zu Angeboten für Liebhaber mit Spezialinteressen. Stuffle wurde von Hartmann, Mark Jäger, Sarah Kirscht und Robin Brandt gegründet.

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Unterstützt wurde das Startup von den Hamburger Szenegrößen Heiko Hubertz und Nico Lumma. 2014 gelang der Exit an Immobilienscout24, damals noch mit einer Flohmarkt-App. Im darauffolgenden Jahr wandelte sich Stuffle zur Metasuchmaschine, Angebote von Wettbewerbern wie Shpock, eBay Kleinanzeigen und AutoScout24 wurden in die App eingebunden. Dagegen wehrten sich die Konkurrenten jedoch juristisch. Stuffle machte einen Rückzieher und es wurde weitgehend ruhig um die einstige deutsche Hoffnung im Kleinanzeigen-Markt.

Im Februar bestätigte Hartmann dann gegenüber Gründerszene, dass Immobilienscout24 bei Stuffle ausgestiegen sei und das Produkt nicht weiterentwickelt werde. Acht Mitarbeiter würden die App aber für die rund 400.000 monatlich aktiven Nutzer am Laufen halten. Seine persönliche langfristige Zukunft sehe er nicht mehr bei dem Startup, sagte Hartmann damals. Er konzentriert sich nun mit penseo auf die Online-Abwicklung der betrieblichen Altersvorsorge für Unternehmen.

Bild: Gründerszene / Hannah Scherkamp