German Accelerator Singapur EXIST Startups Suedostasien

Startup-Schmelztiegel Singapur

Warum Startups ihren Blick Richtung Südostasien richten sollten

Südostasien entwickelt sich immer mehr zum Startup-Paradies. Ein Land sticht hier besonders hervor: Singapur. Der Stadtstaat zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Wirtschaften der Welt. Diese wiederum ist hoch industrialisiert und zeichnet sich durch Weltoffenheit und internationale Vernetzung aus. Singapurs Regierung investiert stark in Forschung und IT, man strebt an, Vorreiter in ausgewählten Spitzentechnologien zu werden.

„In Singapur findet man das größte Startup-Ökosystem Südostasiens, alle wichtigen Organisationen haben dort ihre Headquarters. Die lokale Infrastruktur ist hervorragend, die gesetzlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zur Durchführung von Geschäften sind sehr stabil“, sagt Christian Geissendoerfer, CEO des German Accelerator (GA) Southeast Asia – der neuen und damit vierten Niederlassung des Programms. „Die Adaptierung neuer Technologien und die Nutzung des Internets, vor allem die mobile, geht weltweit betrachtet in Südostasien am schnellsten voran. 70 % der Bevölkerung ist jünger als 40 Jahre alt. Die Wertschätzung deutscher Technologie ist in Asien außerdem sehr hoch. Durch all diese Faktoren ergeben sich gute Chancen für Innovationen in den Bereichen Mobility, Automatisierung, Fin-Tech, Health-Tech, Smart Cities oder Smart Living.“

Gute Expansionsvoraussetzungen für Startups – doch wie fassen diese Fuß in Fernost?

Netzwerk-Event in der Botschaft von Singapur in Berlin

Der singapurische Botschafter in Deutschland und der GA laden am 19. September 2017 zum Networking-Event „Building Bridges between Germany and Southeast Asia“ in die Botschaft von Singapur in Berlin ein. Stattfinden wird das Ganze von 18 bis 22 Uhr in der Voßstraße 17 in Mitte. Mit der Veranstaltung launcht der GA offiziell seine Südostasien-Niederlassung in Singapur.


Hier können sich alle interessierten Startups kostenfrei anmelden!


Warum lohnt sich ein Besuch?

– Networking mit wichtigen Akteuren
Zahlreiche Industrievertreter, VCs und Startups aus Deutschland und Singapur werden auf der Veranstaltung unterwegs sein – eine gute Gelegenheit für expansionsfreudige Startups, um wertvolle neue Kontakte zu knüpfen und potenzielle Kooperationen einzuleiten.

– Chance auf eine Woche Mentoring in Singapur
Gründer können sich zudem für den Pitch-Wettbewerb bewerben. In der Jury sitzt unter anderem Rocket-Internet-COO Dr. Johannes Bruder. Wer den Pitch für sich entscheidet, fliegt per Premium Economy Return Ticket der Singapore Airlines nach Singapur. Dort erhält der Gewinner eine Woche lang Mentoring von Christian Geissendoerfer.

– Spezialpreis für akademische Startups
Auch Startups, die sich als Spin-Off einer Hochschule ausgegründet haben, bekommen in Kooperation mit B!GRÜNDET, dem Gründungsnetzwerk der Berliner Hochschulen, die Chance auf eine Woche Singapur: Der Sieger kann sich auf einen einwöchigen Aufenthalt bei einem Inkubator vor Ort sowie über ein Reisestipendium freuen.

– Stand auf der Startup-Ausstellung
Ausgewählte Startups können sich den Besuchern mit einem Stand auf der Veranstaltung präsentieren und sich somit besonders viel Aufmerksamkeit verschaffen.

– Panel-Diskussion
„Building Bridges“ wird von einer Diskussionsrunde flankiert, die die aktuellen Marktentwicklungen in Südostasien sowie die Potenziale für Startups dort beleuchtet. Mit dabei sind unter anderem der Brille24-Gründer Matthias Hunecke und der PowerCigs-Mitgründer und Angel Investor Patrick Linden.


Hier entlang zur Bewerbung für den Pitch-Wettbewerb, den Spezialpreis und die Ausstellung!


Was Singapur akademischen Startups zu bieten hat

volker hofmann

Volker Hofmann

Volker Hofmann, Geschäftsführer der HUMBOLDT-INNOVATION GmbH – der Wissens- und Technologietransfergesellschaft der HU Berlin – unterstreicht die Bedeutung von Südostasien und Singapur für Gründer aus dem Tech-Bereich. „Vor allem für akademische Deep-Tech-Startups lohnt es sich, über eine Expansion nachzudenken. Singapur hat eine tolle Forschungslandschaft, top ausgebildetes Personal und starke Netzwerke nach ganz Asien. Wirtschaft und Wissenschaft sind eng verzahnt, und der Stadtstaat öffnet Hochschul-Startups seine Ressourcen als eine Art City Lab, in dem sie ihre Innovationen auf Machbarkeit testen können.“ Die National University of Singapore (NUS) und die HU sind außerdem über mehrere Forschungskooperationen verbunden und bieten viele Anknüpfungspunkte im Startup-Bereich.

Den Sprung nach Südostasien schaffen

Christian Geissdendoerfer

Christian Geissdendoerfer

Natürlich gibt es auch ein paar Herausforderungen, vor denen deutsche Startups oft in Südostasien stehen. „Mehr als noch in Deutschland geht es ums Netzwerken – und das in sehr vielen unterschiedlichen Kulturen“, so Hofmann. „Die Region ist kein homogener Markt, kulturelle Unterschiede müssen aktiv adressiert werden und man darf auf gar keinen Fall auf Annahmen basierte Entscheidungen treffen“, ergänzt Geissendoerfer. „Im Anschluss an eine erste ‚einfache Landung’ in Singapur müssen Produkt und Market Fit für die gesamte südostasiatische Region erarbeitet und dann strategisch die Expansion in die ‚schwierigeren Länder’ umgesetzt werden.“

Der Südostasien-Arm des GA hilft seinen Teilnehmern mit Mentoring, Coaching und Büroflächen dabei, die Märkte der Kernländer kennenzulernen und Wachstumschancen zu realisieren; die HU bietet Startups durch die Kooperation mit der NUS eine intensive Gründungsförderung. Auf dem Networking-Event können Teilnehmer mit allen Beteiligten ins Gespräch kommen.

 

Das Event „Building Bridges between Germany and Southeast Asia“ wird unterstützt von EXIST, dem Programm des BMWi, das seit 2007 Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft fördert, die einen innovativen technologierorientierten oder wissensbasierten Schwerpunkt haben. Hier finden Gründer und Gründungsinteressierte alle Informationen zu den EXIST-Fördermöglichkeiten!

 

Artikelbild: Ekachai Chobphot/eyeem.com 
Bild Hofmann: Katharina O Conaire
Bild Geissendoerfer: Tracy Ho