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Jobbörse soll Mitarbeiter weitervermitteln

Gerade einmal 18 Monate, nachdem der Mobilbezahl-Anbieter SumUp seine Niederlassung in Dublin eröffnet hatte, schließt das Unternehmen seinen Standort nun wieder. Rund 30 Mitarbeiter seien von der Kostensparmaßnahme betroffen, berichtet die Irish Times.

Denen will das Unternehmen mit einer Jobmesse helfen, zu der andere Technologieunternehmen eingeladen wurden. Der Standort Irland hatte für SumUp insbesondere ein Testmarkt für die eigenen Produkte sein sollen. Aber auch einen Zugang zu fähigen Programmierern hatte man sich über die Niederlassung versprochen.

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Derweil hat SumUp im umkämpften Markt für mobile Bezahldienstleistungen in den vergangenen Monaten bei einer maßgeblichen Entwicklung nicht mitgezogen. Während die Konkurrenten iZettle und Payleven bereits vor einiger Zeit ihre sogenannten „Chip&Pin“-Lösungen vorgestellt haben – Terminals, die eine Autorisierung per Pin-Eingabe ermöglichen –, ist SumUp ein vergleichbares Produkt bislang schuldig geblieben. Das Unternehmen hat stattdessen eine Bezahlvariante per SMS vorgestellt und setzt wie seine Wettbewerber zudem weiterhin auf Aufsteck-Kreditkartenleser für Smartphones.

An Geldgebern und Kooperationspartnern mangelt es Sumup derweil nicht. Eine zweistellige Millionensumme nahm das Unternehmen bereits Mitte 2012 auf, im Frühjahr 2013 kam noch einmal eine entsprechende Summe hinzu – vom Kreditkartenanbieter American Express, der zweitgrößten spanischen Großbank BBVA und dem Rabattportal Groupon. Mit der daraufhin eingeführten „Point-of-sale Box“ – im Wesentlichen ein digitales Kassenterminal – will SumUp den zahlreichen Wettbewerbern Square, Payleven, Orderbird oder iZettle Paroli bieten.

BBVA ist auch eines der größten Institute Lateinamerikas, entsprechend stand für SumUp die Expansion nach Südamerika auf dem Programm. Dort ist insbesondere der Konkurrent iZettle aktiv, der mit Banco Santander die größte Euro-Bank als Partner gewinnen konnte.

Bild:  / Pixabay