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PinYprob – Posten gegen die Ratlosigkeit

PinYprobWie desinfiziere ich einen Schnuller? Und wie kriege ich ein streikendes CD-Laufwerk dazu, sich wieder zu öffnen? Fragen wie diesen begegnet man auf PinYprob. Die Funktionsweise der Seite ist nicht wirklich neu: Im Stil von Gutefrage.net, das es bereits seit 2006 gibt, posten ratlose Surfer auch auf PinYprob Fragen, auf die sie sich von der Community brauchbare Antworten erhoffen. Zusätzlich kommt die Aufforderung, ein zur Frage passendes Bild hochzuladen: vom Rotweinfleck auf dem Sofa, dem Innenleben des Laptops oder einem alten Foto mit unbekanntem Aufnahmeort. Zum Mitmachen sollen sogenannte PinYpoints animieren, vergeben von den Fragestellern. Die Autoren besonders hilfreicher Antworten bekommen den Zuschlag – und können ihre Punkte gegen Prämien eintauschen. Seit Mitte Januar ist die Hamburger Online-Pinnwand im Netz. Das Gründerteam besteht aus Merlin Thabe, Timur Cavusoglu und Julian Thabe.

Hausbesucher – Dienstleistung auf Rädern

HausbesucherRocket Internet macht’s vor: Die Startups des Company Builders erledigen inzwischen so ziemlich alle Arbeiten, die im Haushalt ihrer Kunden anfallen. Ähnlich möchte es das Berliner Team von Hausbesucher machen – und vermittelt dazu Reinigungskräfte, Handwerker, Innenarchitekten oder Babysitter an Überlastete und solche, die ihre Zeit lieber nicht mit Fensterputzen verbringen wollen. Die Dienstleister kommen überall dorthin, wo sie gerade gebraucht werden. Als Beispiel nennen die Portal-Betreiberinnen Iris Pfeiffer und Birte Jessen den persönlichen Fitness-Trainer, der den Kunden für eine Laufeinheit in der Mittagspause offenbar sogar an dessen Arbeitsplatz aufgabelt. Pfeiffer und Jessen erklären, dass sie viele Dienstleister aufgrund von persönlichen Empfehlungen oder guten Erfahrungen in die Auswahl aufnehmen. Grundsätzlich, sagen sie, würde die Qualität eines jeden Anbieters im Voraus geprüft. Auf der Seite kann der Nutzer Verfügbarkeit und Reputation eines Anbieters abfragen. Verschiedene Pakete, eine Maniküre in den eigenen vier Wänden zum Beispiel, lassen sich direkt buchen. Bislang können einzelne Services nur in Berlin oder Hamburg genutzt werden.

Swapi – Annäherung im Wohnblock

SwapiKein einziges deutsches Nachbarschaftsnetzwerk gibt es, mit dem sich Reza Monshizadeh und Niko Belger anfreunden können. Mit Ausnahme ihres eigenen, versteht sich. Wie so viele Gründer vor ihnen wollen auch Monshizadeh und Belger eine Revolution anstoßen. Und zwar in der Kommunikation unter Nachbarn. Die sollen über die App Swapi in Echtzeit miteinander in Kontakt treten, dort öffentliche Anfragen posten („Katze entlaufen“, „Akku-Bohrschrauber dringend benötigt“) oder persönlich, per Live Messenger, mit den (Un-) Bekannten von nebenan chatten. Richtig intim werden muss es dazu nicht, das Ganze funktioniert auch ohne Telefonnummern-Tausch.

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Etwas an Big Brother erinnert die integrierte Radar-Funktion: Wer Swapi installiert hat und sich in der Umgebung anderer Nutzer aufhält, der kann von ebendiesen getrackt werden. Doch Swapi beschwichtigt: Jeder soll selbst darüber entscheiden, welche Daten er preisgibt. Anders als beim Nachbar-Netzwerk und Wettbewerber WirNachbarn will das Frankfurter Startup auch die Identitäten seiner Nutzer nicht validieren. Um keine „gläsernen Nachbarn“ zu erschaffen, wie es heißt. Ab 1. März wird Swapi verfügbar sein, zunächst nur auf Android-Smartphones und im Rhein-Main-Gebiet. Im Sommer soll eine iPhone-App folgen.

Bild: NamensnennungKeine kommerzielle NutzungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten von Roland707