Taptalk konkurriert mit Facebook und Apple

Die Gerüchte, wonach Facebook die Berliner Messaging-App Taptalk kopieren will, lässt die Investoren offenbar aufhorchen: Der in San Francisco ansässige Geldgeber SV Angel hat sich laut einem Bericht von PandoDaily an dem Berliner Startup beteiligt. Die Summe ist allerdings nicht bekannt, die Taptalk-Macher halten sich derzeit bedeckt. Allerdings bestätigte Ciarán O’Leary von Taptalk-Investor Earlybird das Investment auf Facebook. Wie PandoDaily schreibt, war SV Angel über die US-Plattform Product Hunt auf Taptalk gestoßen. Auf der Seite stellen Tech-Enthusiasten die neuesten Produkte und Tools vor.

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Erst vor wenigen Tagen hatte die Financial Times berichtet, dass Facebook an einer Taptalk-Kopie namens Slingshot arbeite. Seit Apples WWDC-Präsentation vom Montagabend ist allerdings klar, dass auch der Hardware-Gigant aus Cupertino ein Konkurrenzprodukt auf den Markt bringt: Apple will eine Taptalk-ähnliche Funktion ab Herbst standardmäßig in iMessage integrieren, mit der sich Videos, Fotos und Audiodateien mit nur einer Berührung des Bildschirms verschicken lassen.

Taptalk ist nach Ding Dong das zweite Produkt des in den Niederlanden gegründeten und später nach Berlin umgesiedelten Startups Wit Dot Media, das in der Factory Berlin sitzt. Ende März wurde die Beta-Version von Taptalk gelauncht. Wit Dot Media hatte im vergangenen Jahr in einer Seed-Runde unter anderem Kapital vom Berliner VC Earlybird bekommen, eine Million US-Dollar soll damals zusammengekommen sein.


Übersicht: Die wichtigsten Finanzierungsrunden der vergangenen Monate
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Ende August gab die Reisesuchmaschine GoEuro den Abschluss einer beachtlichen Finanzierung bekannt: In der dritten Kapitalrunde investieren New Enterprise Associates (NEA) sowie die Altgesellschafter Battery Ventures, Hasso Plattner Ventures und Lakestar 27 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 20,5 Millionen Euro) in das Berliner Startup. Derzeit deckt GoEuro sieben europäische Länder ab: Deutschland, England, Spanien, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Mit dem frischen Geld will GoEuro nun weitere europäische Märkte erschließen.

Bild: Screenshot Taptalk