Das Finale der TechCrunch Disrupt San Francisco

Die dreitägige Konferenz des Silicon Valley-Blogs TechCrunch endete am Mittwoch mit dem Finale des „Startup Battlefields“ und hochkarätigen CEOs und Investoren im Kreuzverhör.

Zuckerberg kritisiert US-Regierung

„Die Regierung hat versagt“, äußerte sich Facebook-CEO Mark Zuckerberg am Mittwoch auf der Bühne zum NSA-Skandal. Kritik übt er vor allem an der Kommunikation: „Anfangs wurde uns gesagt, dass keine US-Amerikaner ausgeforscht werden. Das hilft Unternehmen, die User außerhalb der USA haben, wenig.“ Zuckerberg sieht es als Aufgabe „unsere Nutzer und die Informationen, die sie teilen, zu schützen.“ Wie viele NSA-Anfragen Facebook bekommt und ablehnt, dürfe der Gründer nicht sagen.

Offener sprach Zuckerberg über die Zukunft von Microsoft: „Bill Gates ist ein Visionär. Er war mein Vorbild, als ich aufgewachsen bin.“ Auf die Frage, ob der ehemalige CEO jetzt das Bord wieder übernehmen werde, meinte der Facebook-Chef: „Ich weiß es nicht. Ich wäre ein schlechter Lügner.“ Zu seinem Unternehmen berichtete Zuckerberg, im vergangenen Jahr intensiv die mobile Anwendung und Nutzung verbessert habe, was sich in den Zahlen bemerkbar mache.

Mayer erhält 12.000 Bewerbungen

Yahoo!-CEO gab sich über die NSA verhaltener als Zuckerberg, versicherte aber, dass der Konzern hier höchst kritisch sei. Erstmals nahm Mayer Stellung zum neuen Logo, welches in der Branche vorwiegend negative Reaktionen hervor rief: „Wir haben nicht viel Geld investiert, wir haben uns keine Berater geholt. Wir wollten etwas Authentisches“, so Mayer. Ändern will sie das neue Logo nicht so schnell.

Nach etwas mehr als einem Jahr im Amt konnte die Yahoo-Managerin nicht nur den Traffic steigern, sondern auch den Bewerber-Andrang. „Wir bekommen pro Woche 12.000 Bewerbungen“, berichtet Mayer. Das seien etwa fünf mal so viel als früher. Besonders gern wirbt die Geschäftsführerin ehemalige Yahoo-Mitarbeiter an, rund ein Zehntel sind sogenannte „Boomerangs“. Das Yahoo-Netzwerk verzeichne aktuell 800 Millionen aktive Nutzer monatlich, 350 Millionen davon kommen über mobile Kanäle. „Bis wir in dort sind, wo wir hin wollen, wird es aber noch drei Jahre dauern“, prognostiziert Mayer. Den Konzern bezeichnet sie als „Personalisierungsunternehmen – wir wollen Menschen helfen, relevanten Content zu finden und sie lange auf der Seite halten.“ Auf die Frage, wer ein größeres Talent sei – Larry Page oder Mark Zuckerberg, antwortete sie diplomatisch: „Larry sieht sich die Welt an und denkt sich, ‚warum nicht?‘. Mark ist sehr, sehr einfühlsam.“

Wie Zuckerberg lobt auch Mayer Bill Gates als bedeutende Person der Branche. „Wenn es Microsoft gut geht, geht es auch der Industrie gut.“ Wer auch immer der neue CEO werde, er oder sie müsse sich vor allem auf den Enterprise-Bereich fokussieren.

Layer gewinnt Startup Battlefield

Drei Tage lang mussten sich Startups unterschiedlichster Branchen vor Juroren beweisen. Beim Finale am Mittwochabend setzte sich letztendlich das Tool „Layer“ als Gewinner des Wettbewerbs durch. Layer bietet einen Code für iOS und Android, der Kommunikationsfeatures zu einer App hinzufügt. Mittelfristig wollen die Entwickler das Tool auch für Web-Applikationen anbieten. Auf dem zweiten Platz des „Startup Battlefields“ landete Dryft, eine alternative Android-Tastatur. Insgesamt nahmen 30 Bewerber am Battlefield teil. [mehr dazu bei TechCrunch]

 Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von TechCrunch

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