Scout24

Auch Startup-Know-how gesucht

Da waren’s nur noch drei. Im Bieterverfahren um die Kleinanzeigentochter Scout24 hat die Telekom eine Vorauswahl getroffen: Nach Informationen von Manager Magazin online werde den Private-Equity-Häusern EQT, Silverlake sowie Hellman & Friedman ein bevorzugter Zugang zum Bieterprozess gewährt.

Nicht explizit aus dem Rennen seien Apax und TPG – denen dem Bericht zufolge allerdings nicht mehr die aktuellsten Informationen zur Verfügung stehen. Zuletzt hatte der Axel-Springer-Konzern abgesagt – weil der von der Telekom verlangte Preis zu hoch sei. Zumal die sich vom Käufer nicht nur Geld verspreche, sondern auch Know-how für die weitere Geschäftsentwicklung. Interessant dabei: Ebenso gesucht sei „Erfahrung, wenn es darum geht, in aufstrebende Startups aus dem Silicon Valley zu investieren.“

Anzeige
Der rosa Riese hatte als Kaufpreis für die gesamte Gruppe zunächst rund zwei Milliarden Euro veranschlagt, scheint aber mittlerweile von der Forderung etwas abgerückt zu sein. Immerhin handelt es sich dabei um ein 25-Faches des Jahresgewinns: Laut Analystenschätzungen erzielte die Scout24-Gruppe im letzten Jahr einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 80 Millionen Euro, bei einem Umsatz von 350 Millionen Euro.

Der nächste Termin, an dem die Interessenten ein endgültiges Angebot abgeben müssen, sei für den 4. November angesetzt. Auch hat die Telekom dem Bericht zufolge noch nicht entschieden, ob sie sich von einem Minderheitsanteil von 30 Prozent verabschiedet oder gar die Mehrheit an dem Portal abgibt.

Bild: Scout24