Die Flügeltüren und eine Reichweite von 500 km sollen noch mehr Käufer für Tesla generieren.

Elon Musk hat in Kalifornien das neuste Modell von Tesla vorgestellt. Das Model X genannte Fahrzeug soll die Absätze des Unternehmens weiter ankurbeln – und die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Immerhin sind SUVs immer noch ein weltweiter Verkaufsschlager. Das Model X soll diesen Trend aufgreifen.

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Wer hinter dem Steuer des Model X Platz nimmt, den erwartet wie im Model S ein futuristisches Cockpit mit einem riesigen Display in der Mittelkonsole. Dazu kommt eine weit in das Dach gezogene Panorama-Windschutzscheibe, von der Elon Musk  behauptet, es sei die größte Windschutzscheibe, die jemals in einem Auto verbaut worden ist. Man hat jedenfalls eine schöne Aussicht vorne.

Hinten gibt es ebenfalls eine Überraschung. Statt normaler Schwingtüren hat man sich bei Tesla für futuristische Flügeltüren entschieden. Auch ein Novum. Das kennt man bis jetzt nur aus Science-Fiction-Filmen und Comics. Die Flügeltüren sorgten aber auch für jede Menge Ärger bei der Entwicklung des Fahrzeugs, das eigentlich schon 2013 auf den Markt kommen sollte. Zum einen gab es Probleme mit der Sicherheit. Flügeltüren müssen sich auch im Fall eines Unfalls öffnen lassen, und was macht man auf dem Rücksitz, wenn das Auto auf dem Dach liegt? Ein weiteres Problem mussten die Ingenieure auf Anweisung von Elon Musk ebenfalls lösen. Derartige Türen benötigen normalerweise etwas mehr Platz zum Öffnen und stoßen in Tiefgaragen schnell an die Decke. Laut Tesla sollen sich die Flügeltüren selbst dann öffnen, wenn der Abstand zu Hindernissen rechts und links nur rund 30 Zentimeter beträgt.

In Sachen Antrieb gibt es wenig Überraschungen. Tesla bedient sich aus dem Regal und setzt auf die bekannte Einheit aus dem Model S. Das Model X gibt es mit einer 90kWh Batterie, die Reichweite bei cirka 410 Kilometern. Die im Vergleich zum Model S geringere Reichweite ist durch das höhere Gewicht des Wagens bedingt. Der SUV bringt knapp 330 Kilogramm mehr auf die Waage. Dafür bekommt man allerdings auch die Fahrleistungen des Model S. In knapp unter vier Sekunden kann der SUV auf 100 km/h beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h abgeriegelt. Passend für einen SUV kann man die Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse zusammenschalten, um eine Art Allrad-Antrieb zu erhalten.

Der Spaß ist allerdings nicht gerade günstig. Die „Signature Edition“ gibt es in den USA ab 132.000 Dollar. Es wird eine Variante mit einem kleineren Akku geben und schmaler Ausstattung geben, die rund 85.000 Dollar kosten soll. Viel Geld, aber das scheint die Kunden nicht zu schrecken. Laut Elon Musk sind für das Model X rund 30.000 Vorbestellungen eingegangen. Die komplette Produktion ist bis Mitte 2016 ausverkauft.

Bild: Tesla Motors