Attraktive Gründer und die größte Seestreitmacht der Welt

Das war die Woche der guten Zahlen – und ein paar gute Nachrichten gab es auch. Zum Beispiel diese hier: Deutsche Frauen finden Gründer attraktiv. Wir von Gründerszene haben das schon immer vermutet. Aber jetzt liegen uns die harten Zahlen einer Studie vor. Die Kommentare auf unserer Facebook-Posting zu diesem Thema fielen – sagen wir mal – unterschiedlich aus. Siehe hier:



Aber außer dieser bahnbrechenden Erkenntnis gab es ein paar andere News diese Woche, die vielleicht eine Spur relevanter waren. Uns hat es vor allem die App Be My Eyes angetan. Über diese App, die in Dänemark entwickelt wurde, können sich Blinde oder sehbehinderte Menschen im Alltag helfen lassen: Welche von den Dosen im Regal ist die mit der Kokosmilch? Über die App wird ein Helfer gesucht, der die richtige Dose per Videochat identifiziert. Ebenso einfach wie genial. Rund 106.000 Sehende und 9.000 Blinde sind bereits registriert.

Zahlen in ganz anderen Regionen präsentierte der allseits beliebte Soft- und Hardwarehersteller Apple. Man muss es sich noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: 18 Milliarden US-Dollar Gewinn, 74,6 Milliarden Dollar Umsatz, 74,5 Millionen verkaufte iPhones – in einem Quartal. 178 Milliarden Dollar Cash stapeln sich jetzt in der Kasse. Von diesen Bargeldbeständen könnte Tim Cook 40 der größten, nukleargetriebenen Flugzeugträger kaufen und Apple zur größten Seestreitmacht der Erde machen. Aber er hat offenbar andere Pläne. Im April kommt jedenfalls erst mal die Uhr.

In Deutschland gibt es kein vergleichbares Unternehmen. Hier hat man noch mit anderen Problemen zu kämpfen: 32 Prozent der Firmen in Deutschland sagen laut einer Studie, dass ihnen der Weg in die digitale Welt versperrt ist, weil ein Breitbandanschluss fehlt. Das ist wirklich sehr schade.

Hierzulande regt man sich lieber privat über die neuen AGBs von Facebook auf. Seit heute Morgen rauscht dann die übliche Erregungskurve durch das Land: Erst regt man sich irgendwie ganz doll auf, dann sagen Experten, dass das Vorgehen überhaupt nicht neu sei, dann regt man sich ganz langsam wieder ab – und postet nach einem Feierabendbier ein lustiges Katzenvideo auf Facebook. Der bekannte Internetversteher Nico Lumma schreibt: „Wir werden alle sterben! Maximale Hysterie ist erforderlichst!“ Haben wir hiermit erledigt.

Wir freuen uns auf den nächsten Aufreger in der kommenden Woche, aber jetzt ist erst mal Wochenende, etwas Zeit, um sich unsere Artikel gemütlich auf dem Sofa anzuhören. Oder wie wäre es mit Musik – wir hätten da ein paar Tipps:

Für Programmierer und Excel-Nerds. Fördert Konzentrationsfähigkeit und Wahnsinn.

Aphex Twin: Computer Controlled Acoustic Instruments, Warp Records

Für das Management. Fördert Durchsetzungskraft und Motivation.

Curtis Harding: Soul Power, Burger Records

Gegen den Hangover am späten Sonntagnachmittag.

Natalie Prass: Natalie Prass, Universal Music

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