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Etienne-Noel Krause von The Assisi hat große Pläne

Etienne-Noel Krause ist erst 18 Jahre alt, aber bereits Internet-Unternehmer. Neben dem Abitur hat er den Onlineshop The Assisi auf die Beine gestellt. Dort verkauft er moderne Herrenmode, schlichte Metallketten oder hippe Armbänder. Jetzt soll sein Geschäft richtig groß werden.

Der Abiturient gründete The Assisi im Dezember 2015. Neben dem Verkauf der Produkte kümmert er sich um die Arbeit in den sozialen Medien, etwa mit Influencern. Für Venture Capital sei das Startup noch zu klein, so Krause. Die Gespräche für Geld führe er deshalb gerade noch im Familienkreis. Der Gründer im Gespräch über sein kleines Startup und seine großen Ambitionen.

Etienne-Noel, du hast ein eigenes Mode-Label im Internet. Wie kamst du als Schüler dazu?

Das war mein Herzenswunsch. Ich interessiere mich total für Unternehmen und wollte als Schüler einfach mal eines starten. Ich wollte schauen, was für Fehler man machen und welche Erfahrungen man sammeln kann.

Und welche Fehler hast du gemacht?

Am Anfang habe ich ganz viel Wischwasch gemacht. Das heißt, dass ich zum Beispiel von verschiedenen Konkurrenten das beste genommen und vermischt habe. Aber das ist ein ganz großer Fehler. Wenn man etwas vertritt, dann muss man dazu stehen. Und unsere Marke hat eine klare Aussage.

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Armbänder und Ketten: So sieht der Shop von The Assisi aus

Welche ist das?

Unser Slogan ist „Stay loyal or die“. Das soll das Gefühl von Verbundenheit widerspiegeln. Damit ist auch die Verbundenheit zu unseren Kunden gemeint.

Wie viel Zeit hast du während der Schulzeit für dein Startup aufgewendet?

Ich habe in der Schule Mails und Bestellungen gecheckt. Besonders in der Weihnachtszeit, als ich eigentlich für die Vorklausuren hätte lernen müssen, kamen laufend Bestellungen rein. Eigentlich gab es nie einen festen Tagesablauf. Ich habe meist bis spät in die Nacht hinein gearbeitet.

Wie habe Freunde und Familie auf deine Unternehmertätigkeit reagiert?

Dadurch, dass es am Anfang noch wenig professionell war, habe ich es Freunden erst nicht erzählt. Jetzt sind sie eine super Unterstützung für den Shop, etwa wenn es um Fotos geht. Auch meine Familie unterstützt mich sehr gut. Jede Mutter wünscht sich wahrscheinlich einen Sohn, der sich einen vernünftigen Job sucht. Und es gab sehr oft Reibereien mit meinen Eltern, weil es mir immer mehr Spaß machte, am eigenen Startup zu arbeiten, als für das Abitur zu lernen.

Wieso verkaufst du eigentlich Mode und Accessoires?

Ich habe mich schon immer für Mode begeistert. Gerade fangen wir an, unseren Schmuck nicht mehr im Ausland fertigen zu lassen, sondern in Deutschland. Das ist zwar teurer, aber die Qualität ist besser.

Hast du den Schmuck selbst entworfen?

Den Schmuck, der demnächst kommen wird, designen wir selbst. Die alten Produkte sind bekannte Designs, mit denen wir unsere nächsten Schritte finanzieren wollten. Jetzt können wir das machen, was uns wirklich antreibt und was wir wirklich cool finden. Mit Accessoires kann ich mich am ehesten identifizieren.

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Welche Zielgruppe willst du damit ansprechen?

Ich will eine Zielgruppe ansprechen, die so ist wie ich. Weil ich mich selbst damit identifizieren kann und die Produkte auch selber tragen würde. Mein Wunsch ist es nicht, Accessoires im 100-Euro-Sektor zu verkaufen.

Wie willst du mit deinen Produkten aus der Masse hervorstechen?

Wir nutzen hauptsächlich Social Media und Facebook-Anzeigen für unsere Produkte und unsere Marke. Wir arbeiten auch mit Influencern zusammen, meist Fußballern, zum Beispiel mit Julian Brandt von Leverkusen.

Noch ist dein Startup recht klein. Soll es größer werden?

Wer nicht das Bedürfnis hat, größer zu werden, der sollte erst gar nicht anfangen. Ich bin ein Gewinnertyp und habe das Bestreben, immer das Maximale herauszuholen. Ich möchte so groß wie möglich werden.

Bild: The Assisi