Auch wenn es immer mal kriselt: Beyoncé Knowles und Jay Z halten bei Tidal eng zusammen

Erst Samsung, nun Apple. Wie das Wall Street Journal meldet, befinden sich der kalifornische Tech-Konzern und der Musikstreaming-Dienst Tidal derzeit in Übernahmeverhandlungen. Die Gespräche befinden sich dem Bericht zufolge allerdings erst in einem sehr frühen Stadium und könnten entsprechend ergebnislos bleiben.

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Für Apple, dessen Geschäft mit Kauf-Musik wenig zukunftsträchtig sein dürfte, wird das Musikstreaming immer wichtiger. Gerade vermeldete Apple Music, das gestern vor einem Jahr gestartet war, 15 Millionen zahlende Kunden. Bei Tidal, das – zuvor auch unter dem Namen Wimp – bereits seit 2013 am Markt aktiv ist, sollen es drei Millionen sein. Zum Vergleich: Beim Marktführer Spotify zahlen bereits 30 Millionen Kunden, mehr als 100 Millionen Menschen nutzen den Dienst insgesamt. Brisant: Derzeit steht Apple stark in der Kritik, weil das Unternehmen eine neue Version der Spotify-App im eigenen iTunes Store blockiert.

Für Apple dürfte Tidal derweil weniger wegen seiner Nutzer interessant sein: Gegenüber anderen Anbietern wollte Tidal nach der Übernahme durch Jay Z für 56 Millionen US-Dollar im März 2015 neben höherer Tonqualität und besseren Bedingungen für Künstler vor allem mit Exklusivverträgen punkten. Zum Launch hatte der Rapper befreundete Musiker, allen voran seine Frau Beyoncé, medienwirksam auf die Bühne gebracht. Mehrere Alben hatte Tidal vor allen anderen Diensten anbieten können, darunter etwa Kanye Wests „Life of Pablo“ oder Beyoncés „Lemonade“.

Bild: Gettyimages / Kevin Mazur