Tinder-Gründer Justin Mateen und Sean Rad

Tinder-Gründer Justin Mateen und Sean Rad

Von der Angst vor der Zurückweisung

Fotos bewerten, wischen – dann vielleicht daten. Die Flirt-App Tinder verkuppelt täglich Millionen Menschen weltweit. Eine halbe Milliarde Dollar soll das US-Startup derzeit wert sein. Wie Tinder einmal Geld verdienen will, hat das Unternehmen bisher allerdings noch nicht verraten.

G Tipp – Lesenswert bei Gründerszene „Niemand nutzt Tinder, weil er verzweifelt ist“

Im Gespräch mit Gründerszene hatte Mitgründer Justin Mateen betont, dass seine App auch gar keine reine Dating-App, sondern eine „soziale Entdeckungsplattform“ sein soll: „Mit der Zeit werden immer mehr Nutzer Tinder für ernstere Zwecke nutzen.“

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Auch Tinder hat einmal klein angefangen. Entwickelt zunächst unter dem Namen „Match Box“ von Mateen und Sean Rad, entsprang die App im Jahr 2012 den Hatch Labs, dem mittlerweile geschlossenen Inkubator des US-Investors IAC. Der Investor hält bis heute eine Mehrheit an Tinder.

Warum der ursprüngliche Name geändert wurde? IAC ist auch an der Partnervermittlung Match.com beteiligt, offenbar war dem Geldgeber die Ähnlichkeit zu groß.

Aber wie überzeugten Mateen und Rad den Investor? TechCrunch hat das erste, bemerkenswert einfach gehaltene Pitch-Deck aus dem Februar 2012 ausgegraben. Interessant: Tinder hatte damals die Absicht, Gleichgesinnte für die sogenannten „Matches“ bezahlen zu lassen. Auch beworbene Profile waren vorgesehen, bislang hat Tinder allerdings keine Bezahlfeatures eingeführt.

Die beiden in den Folien dargestellten Personen sind den Angaben zufolge übrigens enge Freunde der beiden Gründer.

MatchBox Deck (02/16/12)

Bild: Tinder