Die drei Köpfe hinter Tinnitracks: Adrian Nötzel, Jörg Land und Matthias Lanz

Beim Hamburger Vorzeige-Startup Tinnitracks scheint derzeit alles nach Plan zu laufen. Die Hanseaten, die sich selbst als „Understatement-Unternehmen“ betiteln, werkeln seit etwa drei Jahren an ihrer Tinnitus-App. Das Mutter-Unternehmen Sonormed konnte in diesem Jahr nicht nur die Jury auf dem SXSW-Festival begeistern, sondern auch einen Millionenbetrag einsammeln, unter anderem vom HTGF und Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz.

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Nun kommt die nächste Erfolgsmeldung: eine Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK). Die erstattet ab sofort das Zwölf-Monats-Abopaket, das normalerweise mit mehreren hundert Euro zu Buche schlägt. Zusätzlich zur Jahreslizenz gibt es von der größten gesetzlichen Krankenkasse Deutschlands auch noch eine Frequenzbestimmung sowie Kontrolltermine durch einen teilnehmenden HNO-Arzt oder Hörgeräte-Akustiker mit Sitz in Hamburg. Die Details sind hier nachzulesen.

Die TK scheint Gefallen an Technologie-Unternehmen gefunden zu haben, wohl auch, um attraktiver für eine junge Zielgruppe zu werden. Erst vor einer Woche startete der Hamburger Versicherer offiziell den Zuschuss für Fitnesstracker. Mit bis zu 250 Euro wird so zum Beispiel der Kauf einer Apple Watch bezuschusst. Auch andere Versicherer sind auf den Zug aufgesprungen, wie die AOK Nordost, allerdings mit einem deutlich geringerem Zuschuss.

Die Tinnitracks-Trägerfirma Sonormed wurde 2012 von Jörg Land, Matthias Lanz und Adrian Nötzel gegründet. Das Medizintechnologie-Unternehmen mit Schwerpunkt digitale Audiologie entwickelte die App mit einem interdisziplinären Team aus Toningenieuren, Informatikern und Neurobiologen. Bereits nach vier Monaten soll eine spürbare Besserung der Tinnitus-Situation bei einer täglich 90-minütigen Nutzung eintreten, verspricht das Unternehmen.

Bild: Tinnitracks