Tipps gegen Erkältung im Büro - BARMER GEK

Die Erkältung: Der Klassiker unter den Krankheiten

Die Erkältung hat durch ihre Häufigkeit große Bedeutung für die öffentliche Gesundheit, das Arbeits- und Privatleben: Erwachsene bekommen durchschnittlich zwei- bis dreimal pro Jahr einen grippalen Infekt, kleine Kinder sogar bis zu zwölfmal pro Jahr. So macht ein Mensch etwa 200 Erkältungen in seinem Leben durch.

„Drei Tage kommt sie, drei Tage steht sie, drei Tage geht sie…“, so beschreibt der Volksmund die Erkältung. Das trifft es gut, denn die Begrenztheit von Dauer und Schwere der Symptome ist typisch für eine Erkältung, bei der es sich um eine leichtere Erkrankung der Atemwege handelt. Mediziner bezeichnen sie auch als grippalen Infekt.

Wie bekommt man eine Erkältung?

Kälte allein löst noch keine Erkältung aus. Ausgelöst wird die Erkältung durch Viren, meist Rhino- und Coronaviren. Kälte und Nässe begünstigen jedoch die Erreger, weil sie die Durchblutung und damit die Abwehrkraft der Schleimhäute herabsetzen. Die Viren können sich somit besonders gut vermehren und werden erst nach etwa sechs bis zehn Tagen vom Immunsystem besiegt.

Erkältung vorbeugen

Um bei der Arbeit nicht mit triefender Nase sitzen zu müssen, sollte man einer Erkältung so gut es geht vorbeugen. Dafür gibt es viele Dinge, auf die man achten kann.

Schlaf und Bewegung

Ein regelmäßiger und ausreichender Schlaf ist beispielsweise sehr wichtig, denn er stärkt das Immunsystem. Auch viel Bewegung an der frischen Luft und sportliche Betätigung helfen dabei. Wenn man allerdings bereits erkältet ist, sollte Sport besser vermieden werden, um den Körper keiner weiteren Belastung auszusetzen.

Hygienische Vorkehrungen

Arbeitet man im Büro und hat dazu regelmäßigen Kontakt mit Kunden und Mitarbeitern, ist das Potenzial einer Erkältung erhöht. Daher sollte man im Alltag darauf achten, dass man sich häufig die Hände wäscht, denn das kann dabei helfen, mögliche Viren von der Haut zu entfernen.

An apple a day keeps the doctor away

Auch in puncto Ernährung kann man einiges dafür tun, um in der kalten Jahreszeit nicht krank zu werden. Eine gesunde ausgewogene Kost ist dafür unerlässlich. Dazu gehören frisches Obst und Gemüse, genauso wie Vollkorn- und Milchprodukte. Diese Nahrungsmittel enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die das Immunsystem stärken. Außerdem sollte am Tag viel Flüssigkeit zu sich genommen werden. Besonders gut eignet sich dafür Tee, wie beispielsweise Ingwer- oder Holunderblütentee.

Was tun, wenn es doch passiert?

Viele kennen es: Die Erkältung beginnt oft mit einem Brennen und Kratzen im Rachen, Halsschmerzen, Niesen und Nasenlaufen. Auch Kopf- und Gliederschmerzen treten häufig auf. Diese Beschwerden können sich über mehrere Tage hinziehen. Wenn die Erkältung bereits ausgebrochen ist, kann man jedoch leider nicht mehr tun, als sie auszukurieren. Man kann Erkältung und Grippe nicht ursächlich behandeln, sondern nur die Symptome lindern. Die Erreger bekämpfen muss das Immunsystem selbst. Dabei können Sie es aber unterstützen.

Das beste Mittel bei einem fiebrigen Infekt ist Bettruhe für mindestens ein bis zwei Tage. Auch hier gilt: Viel Flüssigkeit trinken, am besten anderthalb bis zwei Liter kohlensäurearmes Wasser oder Kräutertee am Tag. Die Atemwegsschleimhäute sollen nicht austrocknen, daher sollte man versuchen, die Raumluftfeuchte relativ hoch zu halten (über 50 Prozent relative Luftfeuchte) und bei trockener Heizungsluft feuchte Tücher auf den Heizkörper legen. Auch wenn man bereits erkältet ist, hilft es, an der frischen Luft spazieren zu gehen. Dabei sollte man dennoch darauf achten, warm angezogen zu sein. Zuletzt sollte man übermäßigen Stress in der Erkältungszeit meiden. Gerade in dieser Zeit benötigt der Körper Energie, um die Viren zu bekämpfen und für eine baldige Genesung zu sorgen.

Fit genug fürs Büro?

Ob man fit genug ist, um ins Büro gehen zu können, entscheidet der Betroffene letztendlich selbst. Sollte man sich dafür entscheiden, ist jedoch Vorsicht geboten, da die Ansteckungsgefahr hoch ist. In diesem Fall kann der direkte Kontakt zu Mitmenschen, wie beispielsweise das Händeschütteln, vermieden werden. Bei einer Grippe sollte auf das Büro verzichtet werden, bis sie auskuriert ist.

Erkältung und Grippe: Wo ist der Unterschied?

Auch wenn sich die Symptome sehr ähneln, ist die Erkältung von der Grippe zu unterscheiden. Charakteristisch für die Grippe ist ein plötzlicher Erkrankungsbeginn innerhalb weniger Stunden mit Fieber über 38 Grad Celsius. Die häufigsten Symptome sind Husten, gefolgt von Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Weitere Zeichen können Schweißausbrüche, Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall sein. Die Symptome halten in der Regel fünf bis sieben Tage an, in schweren Fällen länger.

Übertragung vermeiden: Weitere Tipps für eine starke Immunabwehr

Die Beschwerden bei einer Erkältung können unterschiedliche Ausmaße haben. Je nach Symptom können unterschiedliche Maßnahmen ergriffen werden.

Die BARMER GEK zeigt hier, bei welcher Beschwerde welches Mittel hilft und ab wann man Antibiotika einnehmen sollte. Die Krankenkasse zeigt außerdem, wie genau die Übertragung der Viren und die körpereigene Abwehr funktionieren.

 

Bild: Padurariu Alexandru/unsplash.com