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Das dänische Gründerteam von Too Good To Go wollte eine Million Euro einsammeln

Es war eine spannende Verhandlung: Die Gründer der Essensretter-App Too Good To Go wollten eine Million Euro für fünf Prozent. Die Juroren fanden die Idee gut, die Bewertung von 20 Millionen Euro aber zu hoch. „Ein Nein ist kein Nein“, sagten sich die fünf Freunde Stian Olesen, Thomas Bjorn Momsen, Klaus B. Pedersen, Adam P. Sigbrand und Brian Christensen und kamen mit einem zweiten Vorschlag. Jeder Löwe solle 200.000 Euro in das dänische Unternehmen stecken.

Am Ende einigten sich die Investoren und die Gründer auf insgesamt eine Million Euro für neun Prozent. Damit bewerteten sie das dänische Startup mit rund 11 Millionen Euro. Das sollte die bisher höchste Kapitalspritze der Vox-Show sein. Und dazu noch der erste Deal in ein Unternehmen, das nicht aus dem deutschsprachigen Raum stammt.

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Wie NGIN Food vom Startup erfahren hat, ist das Geschäft mit allen fünf Löwen im Nachhinein allerdings geplatzt. „Nach den Verhandlungen über den Sommer hinweg ist letzten Endes dann doch kein Deal zustande gekommen“, sagt eine Too-Good-To-Go-Sprecherin. „Durch das schnelle Wachstum waren schlussendlich die Konditionen für einen Deal für keine Seite mehr so richtig ideal.“ Die App habe sich 2017 nach eigenen Aussagen auf dem deutschen Markt stark weiterentwickelt, sodass sowohl die Löwen als auch die Gründer keinen weiteren Bedarf für ein Investment gesehen hätten. Schließlich sind die DHDL-Juroren dafür bekannt, noch in der Frühphase eines Startups einsteigen zu wollen.

Dennoch konnten die Gründer vom Feedback der Löwen profitieren: Seit der Aufzeichnung der Sendung im Februar seien die geretteten Mahlzeiten von unter einer Million auf über zwei Millionen gestiegen, berichtet das 2015 gegründete Startup. Und auch die Zahl der Partnerbetriebe sei sechs Mal so hoch wie noch im Winter. 

DHDL-Startup: Test: Lohnt sich die App gegen Essensverschwendung Too Good To Go?

Test: Lohnt sich die App gegen Essensverschwendung Too Good To Go?

Kurz vor Ladenschluss im Café noch Essensreste zum reduzierten Preis kaufen – das verspricht das Startup Too Good To Go. Doch das klappt längst nicht immer.

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Bild: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer