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Wenn von Startup-Erfolgen die Rede ist, wird oft die Hotelsuchmaschine Trivago aus Düsseldorf genannt. Seit 2012 gehört das Unternehmen zum US-amerikanischen Reise-Giganten Expedia. Und nun will dieser das nordrhein-westfälische Unternehmen an die New Yorker Börse bringen. Bereits seit einiger Zeit berichten Medien über einen möglichen IPO.

Das vor elf Jahren gegründete Portal soll offenbar spätestens Ende November gelistet werden und will dabei rund eine Milliarde Dollar einnehmen, berichtet Business Insider. Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Börsengangs stellt sich die Frage: Wie geht es dem Unternehmen eigentlich? Und was wissen wir über Trivago?

Wir haben für Euch die wichtigsten Fakten zusammengestellt:

  • Expedia übernahm 2012 61,1 Prozent an Trivago und zahlte dafür 477 Millionen Euro in Aktien und in bar.
  • Von 2005 bis 2012 erhielt das Unternehmen lediglich etwa eine Million Euro an Wagniskapital, unter anderem von den Samwer-Brüdern, Florian Heinemann und Christian Vollmann.
  • Im Jahr 2015 machte Trivago einen Umsatz von 500 Millionen Euro Umsatz.
  • Die Hotelsuchmaschine sei bereits profitabel, schreibt ARD-Börse.
  • Seit der Expedia-Übernahme habe sich der Umsatz versechsfacht. Inzwischen sei Trivago stark in neuen Märkte wie Japan, Brasilien und dem Nahen Osten. Im zweiten Quartal habe das Unternehmen 200 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet, 38 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich.
  • In den vergangenen zwölf Monaten habe der Umsatz bei 660 Millionen Dollar gelegen, schreibt ARD-Börse weiter.
  • Mehr als eine Million Hotels sind laut Trivago gelistet, 120 Millionen User besuchen die Internetseiten des Unternehmens jeden Monat.
  • Weltweit betreibt Trivago 55 Plattformen.

Ferne Länder, bunte Räume – so sieht das Büro von Trivago aus

  • Es arbeiten etwa 950 Mitarbeiter für das Düsseldorfer Unternehmen, das auch Niederlassungen in Leipzig, Amsterdam und Palma de Mallorca hat.
  • 55,4 Prozent der im Schnitt 28 Jahre alten Belegschaft ist nach Angaben von Trivago männlich, der Rest weiblich.
  • Laut Mitgründer Rolf Schrömgens kommen auf 300 offene Stellen rund 50.000 Bewerbungen. Der Grund sind wohl auch Trivagos Arbeitsbedingungen: keine vorgegebenen Arbeitszeiten und keine feste Zahl an Urlaubstagen.
  • Derzeit entsteht in Düsseldorf ein neuer Bürokomplex für Trivago für 2.000 Mitarbeiter.
  • Schon im November soll Trivago an der US-amerikanischen Börse Nasdaq gelistet werden.
  • JPMorgan, Goldman Sachs und Morgan Stanley kümmern sich Medienberichten zufolge um die IPO-Vorbereitungen.
  • Bei einem Börsengang will Trivago offenbar eine Milliarde Dollar einnehmen.
  • Der Wert des Düsseldorfer Unternehmens soll bei fünf Milliarden Dollar liegen.

 

Trivago war in unserem Gründerszene-Ranking dabei. Was Mitgründer Rolf Schrömgens über sein Unternehmen sagt, findet Ihr hier:

Erfolgsgeschichte: Trivago, auf leisen Sohlen

Trivago, auf leisen Sohlen

Trivago legte 2012 einen Mega-Exit an Expedia hin – präsentiert sich aber nach wie vor locker. Feste Arbeitszeiten und Jobtitel gibt es nicht.

Bild: Trivago