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Die Anleger glauben derzeit nicht an das Unternehmen von Rolf Schrömgens, die Aktie von Trivago ist eingebrochen

Vor wenigen Wochen erst gab sich der Trivago-Chef im Interview mit Gründerszene sehr optimistisch, was sein Unternehmen an der Börse anging. Im Juli hieß es von Rolf Schrömgens: „Der Kurs hat sich da angenähert, wo er sein sollte und man glaubt uns, dass wir gute Zahlen liefern können.“ Inzwischen ist der Aktienkurs von Trivago allerdings stark gesunken, nachdem die Hotel-Suchmaschine ihre Gewinnerwartung für 2017 nach unten korrigiert hat, wie unter anderem die ARD berichtet.

Gerechnet hatte Trivago in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum von 45 Prozent. Dieses soll nun aber doch fünf Prozentpunkte kleiner ausfallen. Das EBITDA solle zwar positiv ausfallen, aber unter dem Wert des Vorjahres liegen, heißt es vom Unternehmen. Konkretere Zahlen lieferten die Düsseldorfer, die in New York gehandelt werden, bislang allerdings nicht.

An der Börse verlor der Wert der Aktie dadurch zwischenzeitlich etwa 30 Prozent und liegt derzeit (Stand: 8:30 Uhr) bei etwa zwölf US-Dollar, was nur knapp über dem Ausgabepreis von elf Dollar liegt. Zu Hochzeiten lag das Papier bei 24 Dollar.

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Als Gründe für die Gewinnwarnung nennt Trivago das gute Geschäftsjahr 2016 und den starken Euro. Zudem habe man weniger Geld in Marketing gesteckt, wodurch der Webseiten-Traffic gesunken sei.

Trivago wurde 2012 von der Reiseportal-Gruppe Expedia für eine halbe Milliarde Euro übernommen. Nun leidet auch der US-Konzern unter den schwachen Zahlen seiner Tochter. Der Kurs sank ebenfalls, zwischenzeitlich um etwa drei Prozent.

Bild: Trivago