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Die IPO-Pläne von Trivago werden konkreter: Die Düsseldorfer Hotelsuchmaschine will an die New Yorker Börse Nasdaq. Am Montag reichte Trivago dazu einen Antrag für ein Listing bei den US-Aufsichtsbehörden ein. Noch im November könnte sich das Unternehmen aufs Börsenparkett wagen.

Das Volumen des Börsengangs soll bei bis zu 400 Millionen US-Dollar liegen. Das gibt Trivago in dem Dokument für die Aufsichtsbehörden an. Bei dieser Summe handelt es sich laut Bloomberg jedoch nur um eine erste Einschätzung von Seiten des Unternehmens, die sich noch ändern kann. Es ist noch nicht festgelegt, wie viele Aktien unter dem Kürzel TRVG zukünftig an der Börse gehandelt werden sollen. Die Trivago-Gründer Rolf Schrömgens, Malte Siewert und Peter Vinnemeier werden ihre Anteile am Unternehmen verkaufen, wie Reuters berichtet.

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Nach dem Börsengang wird Trivago zwei verschiedene Arten an Aktien vorweisen. Sogenannte Klasse-A-Aktien werden öffentlich gehandelt und haben dem Dokument zufolge weniger Stimmrechte als Aktien der Klasse B. Mehrheitsgesellschafter Expedia will offenbar keine Anteile abgeben, der Reise-Konzern bleibt Medienberichten zufolge im Besitz der B-Aktien. Die Investmentbanken Morgan Stanley, Goldmann Sachs und die US-Bank J.P. Morgan sind unter anderem für die Abwicklung des IPOs zuständig.

Im Jahr 2012 übernahm Expedia 61,1 Prozent an Trivago und zahlte dafür 477 Millionen Euro in Aktien und in bar. Damals wurde das Düsseldorfer Unternehmen mit etwa 770 Millionen bewertet.

Seit der Übernahme habe sich der Umsatz versechsfacht, berichtete ARD Börse vor Kurzem. In den vergangenen zwölf Monaten habe Trivago 660 Millionen Dollar umgesetzt. Mehr als eine Million Hotels sind laut Trivago gelistet, 120 Millionen User besuchen die Internetseiten des Unternehmens jeden Monat.

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Bild: Trivago