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Die Trivago-Gründer Malte Siewert, Rolf Schrömgens und Peter Vinnemeier (von links)

Der geplante Börsengang der Düsseldorfer Hotelsuchmaschine Trivago war die vergangenen Monaten ein offenes Geheimnis. Bereits seit Wochen sickern immer wieder Informationen zu dem IPO an der Technologiebörse Nasdaq durch. Heute ist es offiziell: Die Hotelsuchmaschine wagt sich aufs Parkett.

Der Börsengang soll Trivago 287,1 Millionen US-Dollar einbringen, die 26,1 Millionen Aktien werden mit einem Wert von 11 Dollar pro Stück gelistet. Das teilte das Unternehmen am Freitagmorgen mit. Damit hat Trivago laut Reuters die Anzahl der Aktien um etwa zwei Millionen gesenkt.

Update, 17. Dezember um 10.15 Uhr: Im Laufe des ersten Börsentages stieg die Aktie von Trivago auf bis zu 12,43 Dollar. Derzeit liegt der Preis bei 11,85 Dollar.

Zudem liegt das Angebot des Unternehmens unter dem zuvor von Trivago angepeilten Preis von 15 Dollar pro Aktie, der etwa 400 Millionen in die Kassen gespült hätte. Ab heute werden die Aktien unter dem Kürzel TRVG an der Nasdaq gehandelt. Die Investmentbanken Morgan Stanley, Goldmann Sachs und die US-Bank J.P. Morgan sind unter anderem für die Abwicklung des IPOs zuständig.

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Nach dem Börsengang wird Trivago zwei verschiedene Arten an Aktien vorweisen. Sogenannte Klasse-A-Aktien werden öffentlich gehandelt und haben einem Dokument für die US-Aufsichtsbehörde zufolge weniger Stimmrechte als Aktien der Klasse B. Mehrheitsgesellschafter Expedia will offenbar keine Anteile abgeben, der Reise-Konzern bleibt Medienberichten zufolge im Besitz seiner B-Aktien. Die Trivago-Gründer Rolf Schrömgens, Malte Siewert und Peter Vinnemeier werden ihre Anteile am Unternehmen verkaufen, wie Reuters berichtet.

Im Jahr 2012 übernahm Expedia 61,1 Prozent an dem mittlerweile elf Jahre alten Trivago und zahlte dafür 477 Millionen Euro in Aktien und in bar. Damals wurde das Düsseldorfer Unternehmen mit etwa 770 Millionen bewertet.

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Bild: Trivago