DHDL-Löwe Ralf Dümmel betrachtet die Tukluk-Matten von Gründer Benedikt Kirsch

Der Wiener Gründer Benedikt Kirsch hat in seiner Kindheit am Liebsten auf der Couch gespielt und dort mit den einzelnen Polstern Höhlen gebaut. Daran dachte er zurück, als er vor zehn Jahren die Grundidee für sein Startup Tukluk hatte: Ein Spielzeug wollte er entwerfen, das mit wenig Materialien möglichst Fantasie bei Kindern anregt.

Nach einer längeren Entwicklungsphase war es dann vor einem Jahr soweit. Der studierte Architekt und Designer brachte modulare Spielmatten aus Schaumstoff auf den Markt, die einen abwaschbaren Bezug hatten und mit Magneten aneinander befestigt werden können. Die Magnete sollen sich dabei nicht gegenseitig abstoßen können – ein Mechanismus, den sich der Gründer hat patentieren lassen.

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Heute arbeitet der 37-Jährige mit einer Mitarbeiterin in Wien, die Matten lassen die beiden in Rumänien herstellen und verkaufen sie über ihren Online-Shop. Im vergangenen Jahr hat der Gründer damit nach eigenen Angaben 370.000 Euro Umsatz erwirtschaftet. Eine Matte in mittlerer Größe kostet im Online-Shop knapp 30 Euro, das Set mit sieben Matten gibt es für 199,99 Euro.

„Unsere Matten kaufen Institutionen wie Kindergärten, Indoor-Spielplätze und Schulen, aber auch Privatleute“, sagt er auf Anfrage von Gründerszene. Die Kunden säßen in der DACH-Region, aber auch in Skandinavien, Australien, Neuseeland und in den USA. 

Bisher habe er vor allem Marketing auf Messen und über die sozialen Netzwerke gemacht, so der Gründer. Dass er in diesem Jahr auch bei der Fernsehsendung Die Höhle der Löwen auftritt, sei aber eigentlich nicht seine eigene Idee gewesen. Mitarbeiter von Vox hätten ihn auf einer Messe angesprochen und von einem Auftritt überzeugt. „Ich dachte, dass der Auftritt eine super Chance sein kann, schnell viele Menschen zu erreichen. Also habe ich mich beworben“, erzählt Kirsch.

In der Fernsehshow fordert er nun 180.000 Euro von den Investoren. Dafür ist er bereit, zehn Prozent der Anteile an seiner Firma abzugeben.

Bild: Vox