Twitter Soundcloud Alex Ljung Eric Wahlforss

Die Soundcloud-Gründer Alex Ljung (links) und Eric Wahlforss

Wollte Twitter SoundCloud kaufen?

Wäre das der Mega-Exit, auf den Berlin wartet? Wie Re/Code berichtet, überlegt Twitter, die Musikplattform SoundCloud zu kaufen. Entsprechende Informationen gebe es aus dem Umfeld beider Unternehmen, so Re/Code.

Update, 21. Mai: Auch das Wall Street Journal hat von einer „mit dem Vorgang vertrauten Person“ bestätigt bekommen, dass es Gespräche zwischen Twitter und SoundCloud gegeben habe – und dass Twitter sich aus den Verhandlungen zurückgezogen habe. Das US-Unternehmen habe die Frist für exklusive Gespräche verstreichen lassen, ohne dass es eine Vereinbarung gegeben habe. Der Grund: „Die Zahlen haben nicht gestimmt“, so der Informant.

Update, 20. Mai: Wie Spiegel Online „von mit der Sache vertrauten Personen“ erfahren haben will, soll es bei Twitter zwar Überlegungen zum Kauf von SoundCloud gegeben haben, allerdings habe sich das US-Unternehmen „definitiv“ dagegen entschieden. Gegenüber Gründerszene wollte ein SoundCloud-Sprecher die Berichte weder dementieren noch bestätigen: „Wir kommentieren keine Gerüchte oder Spekulationen.“

Die erste Version des Artikels erschien am 19. Mai um 20:30 Uhr.

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Eine Übernahme dürfte den US-Kurznachrichtendienst einigermaßen teuer zu stehen kommen: Seit der letzten Finanzierungsrunde von 60 Millionen US-Dollar im Januar wird das Berliner Startup mit 700 Millionen US-Dollar bewertet.

Es wäre nicht der erste Kontakt zwischen Twitter und SoundCloud: Im März 2013 sollten die Berliner wichtigster Stream-Lieferant für den Dienst Twitter Music werden. Doch weil Plattenfirmen protestierten, SoundCloud verfüge über keine Lizenzen, stoppte Twitter den Plan. Für Twitters Musik-App fanden sich nie genügend Nutzer – im März stoppte Twitter das Projekt.

Zwischen beiden Unternehmen gibt es zudem personelle Verflechtungen: Der New Yorker VC Union Square Ventures hat sowohl in Twitter als auch in SoundCloud investiert. Auch Twitter-Board-Mitglied Peter Chernin ist über die Chernin Group an den Berlinern beteiligt.

Laut Re/Code lehnten sowohl Twitter als auch SoundCloud einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Bild: SoundCloud