Als ob die tobende Marktanteils-Schlacht zwischen den jungen Essen-Lieferdiensten Foodora und Deliveroo noch nicht reichen würde – bald müssen sich das deutsche und das britische Startup mit einem neuen – und überaus potenten – Wettbewerber anlegen: Uber. Dessen Essenlieferdienst UberEats könnte schon bald in Berlin und München starten. Das legen zumindest aktuelle Stellenausschreibungen des Unternehmens nahe.

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Demnach sucht Uber für beide Städte insgesamt zehn Mitarbeiter in unterschiedlichen Manager-Positionen für das UberEats-Angebot, das es bislang nur in US-amerikanischen Großstädten und London gibt. Daraus, dass der Dienst irgendwann auch nach Deutschland kommen soll, hatte Uber-Deutschlandchef Christian Freese zwar nie einen Hehl gemacht. Im vergangenen Herbst hatte er sogar Ende 2015 als möglichen Starttermin in Aussicht gestellt. Konkret wurde das Vorhaben allerdings bislang nicht. Auch zu den Stellenausschreibungen äußert sich Uber auf Nachfrage von Gründerszene verhalten. So sei es „keine Überraschung, dass wir uns auch Berlin als mögliche UberEats-Stadt ansehen.“ Und weiter: „Eine Entscheidung darüber, wann wir nach Berlin kommen, gibt es derzeit noch nicht.“

Das viele Milliarden Dollar schwere Unternehmen hat mit seinen Fahr- und Mitfahr-Diensten hierzulande bekanntlich noch nicht viel erreichen können – hauptsächlich, weil sich die bestehenden Pendants aus der Zeit vor der Digitalisierung erfolgreich zu wehren wussten. Sicher ist es auch deshalb, dass ich Uber nun ganz offenbar in einen Bereich begibt, in dem kaum Bestandsschutz von Politik und Wirtschaft zu erwarten ist.

Bild: Uber / Screenshot