United Internet Sedo

United Internet erhöht Beteiligung bei Sedo auf 96,05 Prozent

Der Internetprovider United Internet will sein Tochterunternehmen Sedo ganz unter seine Kontrolle bringen. Dafür hat United Internet (1&1, Web.de, GMX) seine Beteiligung an der Domainhandelsplattform von knapp 80 auf 96,05 Prozent erhöht, indem es den Sedo-Gründern ihre Anteile für insgesamt 11,6 Millionen Euro abkaufte. In einem zweiten Schritt sollen die verbliebenen Sedo-Gesellschafter gegen eine Zwangsabfindung aus dem Unternehmen gedrängt werden. In der kommenden Woche wird dafür nach Angaben von United Internet ein sogenanntes Squeeze-Out-Verfahren eingeleitet, das ab einer Beteiligungsquote von 95 Prozent möglich ist. Die Firma wird damit nicht mehr an der Börse gelistet sein.

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Gegenüber Deutsche Startups sagte Mitgründer Tim Schumacher, der Verkauf sei „ein guter Tag für Sedo“. Die Börsennotierung von Sedo sei bei einem Marktwert von knapp 100 Millionen Euro im Übrigen „nie sinnvoll“ gewesen. „Sie kostet Geld und Aufmerksamkeit, die vom Wesentlichen – den Kunden und dem Produkt – ablenkt”.

Mit der Komplettübernahme will United Internet die Sedo-Geschäftsfelder Affiliate– und Domain-Marketing „stärker in die strategische Weiterentwicklung der United Internet Gruppe“ einbinden, wie das Unternehmen mitteilte. Im vergangenen Jahr musste die Konzernmutter bei Sedo 46 Millionen Euro abschreiben. Der Internetprovider konnte zuletzt mit solidem Wachstum überzeugen. Im August übernahm United Internet den spanischen Webhosting- und Cloud-Anbieter Arsys für 140 Millionen Euro.

Bild: United Internet