Upcload neues Modell

Upcload baut Größenberater aus

Wie das Onlinemagazin TextilWirtschaft berichtet, ist das Größenvermessungs-Startup Upcload (www.upcload.com) in seiner jetzigen Form gescheitert. 2010 war das Unternehmen von Sebastian Schulze und Asaf Moses als Tool zur Erleichterung des Online-Kleiderkaufs ins Leben gerufen worden. Mittels einer eigenen Software, die sich die Webcam sowie eine CD als Referenzobjekt zunutze macht, schlug der Dienst Kunden beim Kauf in Partner-Shops die richtige Größe vor. So wollte Upcload die Rücksendequoten in Onlineshops reduzieren.

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Wie Upcload-Mitgründer Schulze der TextilWirtschaft mitteilte, sei der Dienst einfach zu wenig genutzt worden. Daher haben die Berliner nun eine neue, abgespeckte Version des Dienstes auf den Markt gebracht, welche auf den Daten Körpergröße, Gewicht und Figurtyp basiert. Die Webcam-Vermessungslösung finde künftig nur noch bei Online-Maßschneidern Anwendung, während die Partner-Größen des IBB-finanzierten Upcload wie Otto und The North Face künftig allein auf das jüngere Modell setzen. Ob die Modell-Anpassung auch Mitarbeiterentlassungen nach sich zieht, ist nicht sicher.

Update: Gegenüber Gründerszene nahm Sebastian Schulze Abstand von einem Scheitern des Webcam-Vermessungsdienstes. Vielmehr hätte Upcload bereits vor rund einem Jahr seinen Größenberater eingeführt und diesen parallel zum Webcam-Vermessungsdienst bei den Partnershops angeboten. Allerdings wäre der Größenberater mit über 80 Prozent Durchgangsrate von den Endkunden wesentlich besser angenommen worden als der Vermessungsdienst mit einer Durchgangsquote von zirka 50 bis 60 Prozent. Als Grund nennt Schulze den zu hohen Aufwand der Selbstvermessung bei regulären Online-Käufen. Bei Maßanfertigen sei die Motivation, etwas mehr Zeit in die Größenabstimmung zu investieren, allerdings höher, daher soll das Tool dort verstärkt eingesetzt werden.

Mitarbeiterentlassungen stünden bei Upcload nicht auf dem Plan, vielmehr sei das 19-köpfige Team gerade in ein größeres Büro in Kreuzberg umgezogen und im Wachstum begriffen. Vier offene Stellen versuche man derzeit noch zu besetzen. Allerdings habe zum Jahresende 2012 schon eine gewisse Umverteilung von Entwicklern, die im Bildbearbeitungssegment tätig sind, hin zu Big-Data-Experten im Mitarbeiterbereich stattgefunden.

Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von mueritz