Joseph Yossi Vardi orgasm israel tipps

Selbst wenn der Name Yossi Vardi vielleicht nicht überall geläufig sein mag, seine Erfolge sind es dafür um so mehr: Der in Tel Aviv geborene Entrepreneur, Investor und (Groß-)Vater der israelischen Tech-Szene hat sich inbesondere durch den Verkauf von ICQ an AOL, die Videoplattform Brightcove oder den Exit mit TheGiftsProject an Ebay international einen Namen gemacht. Selbst die Weltbank und die UN zogen ihn als Berater heran. Kurzum: ein Mann, auf den man hören sollte. Gründerszenes Schwester-Magazin VentureVillage sprach mit ihm über seine Erfahrungen – und darüber, was er hiesigen Startups rät. 

Peinlich, idiotisch oder beides

Dass es ohne Fehlschläge nicht immer gehen wird, weiß Joseph („Yossi“) Vardi sehr genau: Zwar hatte er in der Vergangenheit große Erfolge vorzuweisen, aber auch schwerwiegende Niederlegen – manche peinlich, manche idiotisch und manche beides, wie er sagt. Hinzu kommen verpasste Möglichkeiten wie abgelehnte Investments in Unternehmen, die zunächst mit fünf Millionen US-Dollar bewertet waren und später für 30 Millionen verkauft wurden – wer mit Risiken nicht umgehen kann, der eigne sich nicht für die Branche.

Ohne viel von dem zu verstehen, was sein Sohn Arik ihm über sein Instant-Messaging-Projekt erzählt hatte, gab er ihm etwas Geld, um sein Vorhaben umzusetzen. Neben vielen Millionen beim Verkauf von ICQ an den US-Internetanbieter AOL (ein 420-Millionen-Dollar-Deal) brachte ihm die neue Bekanntheit unter anderem den Titel als schlechtgekleidetster Mann in Israel ein, nun will er sich den Welt-Titel holen. Die High-Tech Branche hält so manche Überraschung bereit, sagt Vardi.

Gegenseitige, freundliche Nichtexistenz

Neben der Armee und den Universitäten sieht er insbesondere die Erziehung in Israel als eine der treibenden Kräfte in der israelischen Tech-Szene. Heute ermutigen die Mütter ihre Kinder zu Gründern zu werden. Entsprechend träume heute jeder junge Israeli davon, sein eigenes Startup zu haben. Die Arbeit in einem Startup sei längst kein Job mehr – sondern vielmehr Teil des Lebensstils.

Aus seiner Sicht als Investor warnt Vardi vor zu viel Methode. Erfolg lässt sich nicht in Powerpoint-Slides packen, das habe er schon früh herausgefunden: „Business plans are like sausages – if you know what’s in one, you don’t want to eat one“. Auf das Talent komme es an, eine „gegenseitige, freundliche Nichtexistenz“ wünscht er sich, nachdem der Scheck geschrieben wurde.

Wer mehr über Vardi, seine Erfahrungen und die israelische Tech-Szene wissen will und herausfinden möchte, was genau er zum Thema Orgasmen zu sagen hat, findet zehn Weisheiten des wohl bekanntesten israelischen Entrepreneurs bei VentureVillage. Und bis zum 27. August 2012 können sich Startups noch für eine all-inclusive Reise zum Startup-Hotspot Tel Aviv bewerben.