„Startups gründen, die bis zum Jahr 2030 das globale Problem des Klimawandels lösen“: Mit diesem Ziel haben die beiden VCs Stephen Forte und Eric Harr gemeinsam mit dem Vatikan die Laudato Si Startup Challenge ausgerufen. In einem mehrstufigen Prozess werden junge Unternehmen gefördert, die sich mit den Themen Klimawandel und Geflüchtete beschäftigen – zwei der Hauptanliegen von Papst Franziskus in seiner Enzyklika.

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Die zwölf Gewinner-Startups erhalten als Gegenleistung für sechs bis acht Prozent ihrer Firmenanteile eine Seed-Finanzierung von 100.000 US-Dollar. Mentoren aus der Wissenschaft und Firmen wie Facebook, Twitter, Box und USC beraten sie aus der Ferne und persönlich in einem zweimonatigen Accelerator in Rom, bevor es zum finalen Demo Day in der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Vatikan geht. Bewerben konnten sich alle Startups, die bisher nicht mehr als zwei Millionen Dollar an Investorengeldern eingesammelt haben – unabhängig von der Religion der Gründer, auch Atheisten durften mitmachen.

Das Fördergeld kommt dabei allerdings nicht von der katholischen Kirche, sondern von Investoren wie Ibrahim Al-Husseini und Caitlin Sparks vom FullCycle Energy Fund oder Googles ehemaligem „Jolly Good Fellow“ Chade-Meng Tan.

Die Initiatoren der Laudato Si Challenge kommen selbst aus der Investorenszene: Forte ist Managing Director bei Fresco Capital und Harr der CEO von Imagine Ventures. Nach eigener Aussage wollen sie mit dem Accelerator Startups fördern, die eine soziale Mission haben, aber gleichzeitig auch Profitinteressen verfolgen.

Bild: Franco Origlia/Getty Images