Die Veact-Gründer: Ben Phelan, Philip Junge und Philipp Posselt (v.l.n.r.)

Die Digitalisierung des Vertriebs und des Marketings von Autohäusern stellt in einem nur langsam wachsenden Automarkt in Deutschland eine Herausforderung dar. Vor allem die Pflege der Kundendaten steht dabei im Vordergrund. Da der Kauf eines Neuwagens einen langwierigen Entscheidungsprozess voraussetzt, ist es wichtig, die Bestandsdaten der Kunden auf den neuesten Stand zu halten. Die Veact GmbH aus München setzt mit ihrer Software genau hier an und hat erfolgreich seine Series-A-Finanzierung abgeschlossen.

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Insgesamt konnte das Unternehmen 2,75 Millionen Euro einsammeln, die zum Teil von Seventure Partners kommen. Der französische Investor steckt sein Geld seit 1997 in Unternehmen aus den Bereichen Life Science, Infrastuktur, E-Commerce und Big Data. Neben Seventure sind auch die Altinvestoren Senovo, die KfW und der UnternehmerTUM-Fonds an der aktuellen Runde beteiligt.

Die Marketing Suite von Veact zielt auf die rund 380.000 Autohändler, die es in Europa gibt. Mittels der bereits vorliegenden Daten aus Kaufverträgen, Servicerechnungen, Zufriedenheitsumfragen und Kampagnenrückmeldungen erstellt die Software ein umfangreiches Kundenprofil. Die sogenannte Predictive Customer Intelligence arbeitet die Daten so auf, dass das Autohaus den Kunden gezielte Angebote zum richtigen Zeitpunkt erstellen kann.

Sowohl der Neuwagen- als auch der Gebrauchtwagenmarkt sind zur Zeit großen Veränderungen unterworfen. Hersteller wie Mercedes dünnen ihr Vertriebsnetz weiter aus. Fast alle Herstellen bieten auf ihren Webseiten mittlerweile umfangreiche Konfiguratoren an, mit denen sich Traumwagen zusammenstellen lassen. Die Bestellung muss aber weiterhin über einen Vertragshändler erfolgen, bei dem alle Fäden des Verkaufsprozesses zusammenlaufen.

Bild: Veact GmbH