DingDong – erster Stock. Im letzten November fand die erste Ausgabe der Rhein-Neckar Technology Venture Day in Mannheim statt. Ziel für die Teilnehmer war es, in Speed-Dating-Manier potenzielle Investoren von der eigenen Idee zu überzeugen.

DingDong – zweiter Stock. Die noch junge Veranstaltung wird bereits ein halbes Jahr später fort gesetzt.  Am 23. April 2010 wird das mafinex Technologiezentrum erneut zum Treffpunkt für „heiratswillige“ Entrepreneure und Investoren. Wieder haben 20 StartUps die Chance, ihre Gegenüber von sich und der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen.

Auch in diesem Jahr mussten sich die Bewerber zuerst der Prüfung einer Jury unterziehen.  Dazu gehörten  unter anderem Michael Altendorf von AdTelligence und Marc-André Albrecht von thinc! e.V., der Studenteninitiative für Gründungen der Universität Mannheim. Erhöhter Schwierigkeitsgrad auch diesmal: Die eingereichten Unterlagen dürften nicht mehr umfassen als eine DIN A4 Seite.

Der Fahrstuhl ist allerdings so schnell an Gründerszene vorbei gerauscht, dass leider die Bewerbungsfrist für interessierte Gründer abgelaufen ist. Somit bleibt nur die Möglichkeit, auf das nächste Stockwerk, sprich die nächste Runde des Rhein-Neckar Technology Venture Day zu warten. Bis dahin konnte Gründerszene ein kurzes E-Mail-Interview mit einem der Fahrstuhlführer, Marc-André Albrecht, führen.

Die Rhein-Neckar Technology Ventures geht in die zweite Runde. Welche Erfahrungen konntet ihr aus der Premiere ziehen und wie wollt ihr diese in die zweite Ausgabe einfliessen lassen?

Die Auftaktveranstaltung des ersten Rhein-Neckar Technology Ventures am 20. November 2009 war ein voller Erfolg. Es waren mehr als 20 Privatinvestoren und Venture-Capital-Fondmanager anwesend. Jeder der 20 eingeladenen Entrepreneure hatte die Gelegenheit in 1:1 Gesprächen die Investoren von seiner Idee innerhalb weniger Minuten zu überzeugen.

In zwei Runden mit je 10 Gesprächen haben die innovativen Gründer alles gegeben, um an das begehrte Venture-Capital (VC) zu gelangen.

Wir hatten jedoch auch diesmal wieder das Problem, dass trotz über 40 Bewerbungen von Startups aus ganz Deutschland, wieder mehr Investoren anwesend gewesen wären, als wir entsprechend qualitativ hochwertige StartUps bekommen haben. Die Sache ist  hier anders als man denkt: Es würden noch weit mehr Investoren kommen, als es gute Startups oder Ideen gibt. Viele scheitern aber leider schon am OnePager.

Wie war das Feedback im Allgemeinen auf Eure Veranstaltung?

Die Teilnehmer waren allesamt sehr zufrieden mit der Art und dem Rahmen der Veranstaltung. Insgesamt fanden alle Teilnehmer, dass es ihnen sehr hilft, so viel Feedback zu bekommen. Bei anderen Veranstaltungen kommen oft nur zwei Fragen, aber keine Tipps. Beim Technology Ventures Day bekommt man wirkliche Antworten und Hilfe um sein Konzept zu verbessern – und eine echte Chance auch den passenden Investor zu finden.

Was ist aus den Speed-Dates aus dem letzten Jahr geworden. Sind einige „große Lieben“ daraus geworden?

Beispielsweise von flinc (www.flinc.mobi), dem Gewinner der Investorenbewertung aus der ersten Runde, wissen wir, dass im Nachhinein auch eine erfolgreiche Finanzierung bekommen haben. Viele stehen bis heute in engem Kontakt mit Investoren oder sind zu Matching-Veranstaltungen bei einzelnen Business Angel Networks eingeladen worden, um mit ihren Ideen noch einmal ausführlich zu überzeugen.

Wenn ihr die Rhein-Neckar Technology Ventures in 140 Zeichen beschreiben müsstet, wie würde eure Beschreibung lauten?

RN Technology Ventures ist eine Veranstaltung von Entrepreneuren für Enterpreneure, wo gute Ideen auch den passenden Investor finden.

Bildmaterial von Rhein-Neckar Technology Venture Days