Auf dem ersten Seedsummit in London trafen sich die aktivsten Seed-Investoren Europas

Name-dropping am Anfang einer Veranstaltungsreview läßt schnell den Anschein aufkommen, es handele sich um eine dieser gut besetzten, aber höchst langweiligen Dialogrunden. Trotzdem ziehen Namen wie Jeff Clavier, Martin Varsavsky, Brent Hoberman, Lukasz Gadowski und Stefan Glänzer immer die Aufmerksamkeit von StartUp-Gründern auf sich. Diesmal sollen sich aber Seed-Investoren angesprochen fühlen, denn es geht in erster Linie um eine besser Vernetzung der Angel untereinander.

Der erste Seedsummit, durchgeführt am 11. Dezember 2009, war dem Umstand geschuldet, dass es zwar eine große Anzahl an Veranstaltungen gibt, bei denen StartUps und Investoren aufeinander treffen und Kontakte knüpfen können. Um aber auch den Informationsfluss in der Szene zu stärken, gibt es ab sofort zweimal im Jahr die Möglichkeit für die aktivsten Investoren, sich über eigene Projekte und fremde Unternehmen auf dem Laufenden zu halten. Saul Klein, Gründer des Seedcamps, in dessen Rahmen das Netzwerktreffen Seedsummit stattfand, unterstreicht in seinem Blog, wie wichtig ein funktionierendes Netzwerk auch für Investoren ist: “In fact, there is no dedicated regional network that brings together active seed investors in a concentrated way and these are the folks that entrepreneurs (including Seedcamp ones) often look to as their first source of capital.”.

Neben dem Networking-Effekt der Veranstaltung wurden viele interessante Diskussionen angestoßen und fortgeführt. Themen waren etwa die politischen Rahmenbedingungen für Investoren oder die Idee der Schaffung einer eigenen Lobby. Lukasz Gadowski war von der Veranstaltung angetan und prophezeit dem Seedsummit erfolgreiche weitere Termine, denn das Seedcamp-Team hat “hier ein weiteres wichtiges Modul auf den Weg gebracht, um das Ökosystem von Untermnehmertum und Finanzerungsstrukturen in Europa aus zu bauen”.

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