Babelfisch-waverly-labs-uebersetzer

Andrew Ochoa war aufgeregt: Er hatte ein Date mit einer Französin. Doch reibungslos gelaufen sei das nicht, erzählt er. Die Verständigung sei zu schwierig gewesen. Die misslungene Verabredung aber habe ihn auf die Idee für sein Produkt gebracht: Ohrstöpsel, die Sprachen erkennen und in Echtzeit übersetzen.

2014 gründete Ochoa dann sein Unternehmen Waverly Labs, das in New York sitzt. Über die Plattform Indiegogo hat er beim Crowdfunding für die Ohrstöpsel namens „Pilot“ mittlerweile fast 4,5 Millionen US-Dollar eingesammelt.

Waverly plant, die Ohrstöpsel im Sommer an seine Unterstützer zu senden. Ab dem Herbst soll „Pilot“ dann für 299 US-Dollar zum Verkauf stehen.

Anzeige
Ein Journalist von Cnet konnte nun einen Prototypen testen. Sein Fazit: „Ein großartiger Start“, er attestiert dem „Pilot“ großes Potential. Aktuell funktionierten einfache Unterhaltungen via App und Ohrstöpsel bereits gut. Es gebe zwar eine Zeitverzögerung bei der Übersetzung, doch die sei nicht so lang, als dass unangenehme Pausen entstünden.

Mit geladenem Akku sollen die Teile etwa vier Stunden halten. In der Aufbewahrungsbox ist außerdem eine Batterie integriert, die die Stöpsel wieder aufladen kann. Ein Nachteil: Für die Nutzung wird Internetzugang benötigt. „Aber das ist auch bei Google Translate der Fall“, heißt es in dem Bericht. Waverly arbeite an Offline-Support.

Um den Übersetzungsservice nutzen zu können, müssen die Gesprächspartner die App herunterladen. Sie sprechen dann in ihr Smartphone, in der App erscheint das Gesagte in der Originalsprache und darunter in der Fremdsprache. Gleichzeitig hört der Nutzer die Übersetzung über seine Ohrstöpsel. Er kann die App allerdings auch ohne nutzen.

Im Angebot enthalten sind bisher fünf Sprachen: Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Englisch. Für weitere Sprachen müssen die Nutzer extra zahlen. Künftig soll der „Pilot“ auch Türkisch, Hindi, Griechisch, Koreanisch und Russisch unterstützen.

Ein Video zum Test: 

Bild: Waverly Labs