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Bas Beerens, Gründer und CEO

Highland Capital Partners investiert in WeTransfer

Sie wollten ein einfaches Problem lösen – und stehen heute für eine europäische Erfolgsgeschichte: Ronald Hans und Bas Beerens und ihr Startup WeTransfer. 2009 gründeten die beiden Niederländer den Dienst, mit dem Dateien ausgetauscht werden können, die für Email-Anhänge zu groß sind. Der Wunsch: „ein Produkt zu entwickeln, das unsere Eltern nutzen könnten“, so die Gründer.

Noch immer ist der Dienst vergleichsweise schlicht gehalten: Es gibt für die Basisversion keine App oder ein eigenständiges Desktop-Programm, nur den Zugang über den Browser. Und trotzdem kann das Startup beachtliche Zahlen vorweisen: 70 Millionen Dateien werden pro Monat verschickt, 25 Millionen monthly active users kommen laut TechCrunch zusammen. Seit 2013 soll WeTransfer schwarze Zahlen schreiben, auch wenn der Umsatz bislang offenbar nicht über 20 Millionen Euro hinausgekommen ist, weil den meisten Kunden das kostenlose, werbefinanzierte Angebot ausreicht.

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Nach über fünf Jahren Bootstrapping gibt es nun zum ersten Mal Geld von einem externen Investor: Highland Capital Partners investiert 25 Millionen US-Dollar für einen Minderheitsanteil, die Bewertung soll zwischen 100 und 200 Millionen Dollar liegen.

„Obwohl wir nicht proaktiv nach Finanzierungspartnern gesucht hatten, trat in den vergangenen zwei Jahre eine große Anzahl von Investoren aus aller Welt an uns heran“, erzählt Gründer und CEO Bas Beerens. „Da wurde uns klar, dass es weitaus bessere Möglichkeiten gibt, um als Service und als Marke zu wachsen.“

Vor allem über Partnerschaften und neue Features will WeTransfer nun wachsen, regional will man sich auf die USA konzentrieren. Dort lauern aber auch die härtesten Wettbewerber: Der mit 100 Millionen Dollar an Kapital ausgestattete direkte Konkurrent Hightail (früher Yousendit) sowie die Speicherplatz-Riesen Dropbox und Box.

Bild: WeTransfer / Frank Ruiter