Wikipedia-Gründer Jimmy Wales

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales

 

Jimmy Wales wird Chef von The People’s Operator

„Ich will dabei helfen, eine Milliarde Dollar zu spenden“, sagt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales auf der DLD-Konferenz – um gleich hinterherzuschieben: Nur sei er leider kein Milliardär, wie ja jeder wisse (spätestens seit diesem Artikel in der New York Times). Trotzdem soll es nun mit der Milliarde klappen. Und zwar indem er Chef eines britischen Mobilfunkanbieters wird, der zehn Prozent seiner Einnahmen spenden will.

Anstatt in Marketing und TV-Werbung zu investieren, will The People’s Operator mit guten Taten für sich werben. Zusätzlich zu den zehn Prozent, die von jeder Rechnung abgezogen werden, will das Startup 25 Prozent seines Gewinns ebenfalls spenden.

Anzeige
The People’s Operator sitzt in einem kleinen Büro in London, ist bereits seit Ende 2012 am Markt und will nun durchstarten. Jimmy Wales soll dabei helfen und sein Netzwerk wie seine Erfahrung einbringen. Die hat er in den vergangenen Jahren nicht nur mit Wikipedia gesammelt, sondern auch mit dem Projekt Wikipedia Zero.

Ein Projekt, das das globale Wikipedia-Wissen in alle Teile der Welt bringen soll, raus aus den Industrienationen hinein in die Entwicklungsländer. Dafür haben sich die Macher der Wikimedia-Stiftung auf die mobile Variante der Wissensdatenbank konzentriert und mit Mobilfunkanbietern beispielsweise in Afrika spezielle Deals abgeschlossen: Kunden dürfen Wikipedia kostenlos nutzen, also ohne, dass dafür Verbindungsgebühren berechnet werden. Für die Mobilfunkanbieter ist die freie Wikipedia-Nutzung ein Verkaufsargument für ihre Smartphones. Schon jetzt hätten theoretisch rund 500 Millionen Menschen auf diese Weise Zugang zu kostenlosem Wissen, sagt Wales.

Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von Joi