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Firefly-Gründer Mark Williams

20 Jahre lang arbeite Mark Williams in großen Unternehmen und Konzernen. Dann wagte der Produktdesigner den Ausstieg und gründete ein Startup. Das Konzept: ein stylischer Vaporizer, also ein Gadget, das die berauschende Wirkung von Gras durch Erhitzen und nicht Verbrennen freisetzt.

Zuletzt war Williams beim iPhone-Konzern Apple beschäftigt, wo er nach eigenen Angaben das Geld verdiente, das er für den Start seines Unternehmens nutzte. Als er kündigte, hätten ihn viele Menschen gefragt, ob er auf Drogen sei, erinnert sich der Gründer auf der Bühne der HEUREKA Konferenz

Aus diesen Gründen wurde Williams zum Entrepreneur: 

Die Vorliebe für Autos…

Eigentlich wollte Williams mal Autodesigner werden, erzählt er. Als Kind habe er im Fernsehen Formel Eins geschaut und sei von der Schnelligkeit, dem Design und der Technik fasziniert gewesen. Diese Kombination führte dazu, dass er sich mit Hardware und Design auseinandersetzte. Und: „Es war inspirierend wie mutig die Fahrer waren.“

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… Cannabis

Bereits an der Uni begann Williams, Cannabis zu rauchen. Das führte auch zu seiner ersten Geschäftsidee: Er baute Bongs aus Keramik und verkaufte sie weiter. Mit dem Geld konnte er sich sein erstes Auto leisten. Mit dem Vaporisierer will er dazu beitragen, dass Gras aus der Schmuddelecke geholt wird.

Mittlerweile würden die größten Cannabis-Verkäufer Kaliforniens bei ihm im Büro auftauchen und dort Säcke voller Gras lassen, erzählt er lachend. 

Cannabis-Startup Firefly: Zwei Kiffer auf der Suche nach dem Big Business

Zwei Kiffer auf der Suche nach dem Big Business

Marihuana mag in vielen Ländern noch nicht vollständig legal sein. Dennoch entsteht in den USA ein wachsender Markt für Produkte rund um das Rausch- und Arzneimittel.

… und Glühwürmchen

Außerdem hatte Williams als Kind eine Vorliebe für Glühwürmchen, die er damals jagte. Aufgrund dieser Erinnerung nannte er sein Startup auch Firefly, das englische Wort für Glühwürmchen.

Grateful-Dead-Konzerte

Unter den Fans der US-amerikanischen Band Grateful Dead, die für ihre loyalen und Drogen nehmenden Fans bekannt war, waren einige Techies, die später im Silicon Valley landeten – unter anderem Apples Steve Jobs. Viele von ihnen folgten der Band auf ihren Touren durch die USA, auch Williams war dabei, wie er erzählt. Auf diesen Konzerten sei er das erste Mal mit Cannabis in Berührung gekommen. 

Konzern-Amerika

Während seiner Zeit bei Konzernen in den USA habe er gemerkt, dass er nicht gerne für andere Leute arbeitete, erzählt der Gründer auf der Bühne. Er habe auch gemerkt, dass es in den Konzernen viel mehr Arschlöcher als wirkliche Mentoren gebe.

Bild: Gründerszene / Chris Marxen