Rckt Winiarski Seger

Rckt-Gründer Andreas Winiarski (links) und Nils Seger

Zum 1. Mai des kommenden Jahres sollte Andreas Winiarski von der Rockets Kommunikationsagentur Rckt zu Hering Schuppener wechseln. Doch schon jetzt legt der ehemalige Rckt-Chef seine Arbeit bei dem Rocket-Unternehmen nieder, wie Mitgründer Nils Seger im Gespräch mit Gründerszene bestätigte. Bei der strategischen Kommunikationsberatung werde Winiarski seinen Job „deutlich früher anfangen“, hieß es aus dem Unternehmensumfeld. Seger wird die Agentur künftig mit Lisa Teicher und Karolin Hewelt weiterführen. Für die zweite Aufgabe von Winiarski, nämlich als Pressesprecher für die Firmenschmiede Rocket Internet, werde bereits ein Nachfolger gesucht, so Seger.

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In der Agentur stand zudem gestern ein „schwerer Tag“ ins Haus, bestätigte Seger: Die Agentur entließ fünf der insgesamt 40 Mitarbeiter. Um nach einem schnellen Wachstum „schon jetzt profitabel“ zu arbeiten, so der Rckt-Mitgründer. Alle Unternehmenskunden, zu denen etwa Merck und die Messe Frankfurt gehören, würden bleiben. „Investitionen der alten Geschäftsführung“ seien zudem rückgängig gemacht worden. Genauer wollte Seger darauf nicht eingehen. Die Agentur versuche, alle betroffenen Mitarbeiter im Rocket-Netzwerk unterzubringen. Aus dem Umfeld des Unternehmens hieß es, die Agentur fokussiere sich in der Zukunft wieder stärker auf Startups.

Erst Anfang des Jahres war Winiarski mit Rckt gestartet, bereits seit Juli 2012 war der PR-Mann für Rocket Internet tätig und verantwortete als Senior Vice President Communications die Konzernkommunikation. Vor wenigen Tagen gab er dann seinen Wechsel zur strategischen Kommunikationsberatung Hering Schuppener bekannt. Bei Rocket habe er immer gegen die „Old Economy“ gewettert – um den digitalen Wandel voranzubringen, müssten aber beide Welten zusammenkommen. „Immer Opposition ist doch auch Mist“, sagte er vor wenigen Tagen dem Handelsblatt.

Bild: Rckt