Die Schwierigkeiten bei den Bastelbox-Startups gehen weiter: Nach der Insolvenz von Tollabox Anfang des Jahres verkündete nun Gordon Thompson, Geschäftsführer von Wummelkiste, dass er einen Käufer für die Firma suche. Das Startup vertreibt Boxen mit Bastelmaterial für Kinder im Abo. Man führe Gespräche mit einem „renommierten Unternehmen, das über Marketing-Erfahrung und die Kundenbasis verfügt, die nötig ist, um die Produktidee der Wummelkiste zu skalieren“, sagte er gegenüber Internet World.

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Den Namen des Verhandlungspartners nannte Thompson, der vor einem Jahr die Geschäfte von Gründerin Philippa Pauen übernahm, nicht. Bisher hat das Startup mit der Klebstoff-Marke Pritt von Henkel zusammengearbeitet. Aus dem Unternehmensumfeld hörte Gründerszene bereits im Januar, dass Kaufgespräche zwischen dem Startup und Henkel liefen.

Zu dem Zeitpunkt schien Wummelkiste bereits in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Nach Informationen von Gründerszene entließ die Firma mehrere Festangestellte und operierte nur noch mithilfe des Management-Teams und Praktikanten. Gordon Thompson bestätigte damals, dass es Entlassungen gegeben habe – sagte aber, sie seien Teil seiner strategischen Neuausrichtung als Geschäftsführer gewesen.

Den ersten Rückschlag gab es bereits Mitte 2013: Da musste sich das Startup erfolglos vom US-amerikanischen Markt zurückziehen. In dem Jahr verzeichnete Wummelkiste einen Jahresfehlbetrag von knapp 750.000 Euro, neuere Zahlen sind noch nicht öffentlich.

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Gegenüber Internet World erklärte Thompson nun, dass die hohen Marketing-Kosten ein Problem seien. „Wir müssen sehr viel Geld ausgeben, um einen Kunden zu gewinnen.“ Man habe TV-, Radio-, Print-Werbung, Social Media, Search, Flyer, Banner, Affiliate- und E-Mail-Marketing ausprobiert – und so signifikanten Traffic erzeugen können. „Aber dadurch, dass wir nur ein einziges Produkt anbieten, blieb die Conversion Rate zu niedrig, um die hohen Kosten für den Traffic zu rechtfertigen.“ Thompson gibt weiter an, das Startup habe einen Gewinn erwirtschaftet, aber der sei nur sehr klein.

Wummelkiste, Tollabox und auch die naturwissenschaftlich ausgerichtete Exploribox hatten vor einiger Zeit Online-Shops gestartet, um so eine Alternative zu ihren Abo-Modellen zu bieten. Doch auch diese Strategie scheint das Geschäftsmodell auf dem deutschen Markt nicht retten zu können.

Bild: Wummelkiste