6Wunderkinder veröffentlichen Wunderlist 3

In den vergangenen Monaten war es bemerkenswert ruhig um 6Wunderkinder, das Berliner Startup, das in den letzten Jahren mit dem Hype-Produkt Wunderlist, dem Scheitern des Nachfolgers Wunderkit und dem aufsehenerregenden Investment von Sequoia viel Wirbel verursachte.

Jetzt meldet sich das Startup um CEO Christian Reber zurück – mit einem lang erwarteten Produkt-Update und einigen interessanten Aussagen zur Zukunft des Unternehmens.

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Die zentralen Verbesserungen bei Wunderlist 3 sind ein Redesign auf iOS-7-Standard, Synchronisierung in Echtzeit und öffentliche Listen, die geteilt werden können.

Wunderlist verändere sich damit „von einem Dienstprogramm hin zu einer Plattform“, wie Reber gegenüber GigaOM erklärt. Die Idee hinter dem neuen Public-List-Feature ist offenbar auch, Wunderlist zu mehr Viralität zu verhelfen – und damit die Nutzerbasis deutlich zu vergrößern. Mit derzeit acht Millionen Nutzern ist Reber von seinem großen Ziel von 100 Millionen Nutzern nämlich noch deutlich entfernt.

Im Gespräch mit Silicon Allee verdeutlicht der 6Wunderkinder-CEO die Prioritäten: „Wir wollen mehr täglich aktive User haben und erst im nächsten Schritt wird es um die Monetarisierung der Nutzer gehen.“

Derzeit blickt das Startup, das mittlerweiler 68 Mitarbeiter hat, dafür vor allem nach Asien – seit einigen Monaten kümmert sich 6Wunderkinder verstärkt um Japan, heute launcht der To-Do-Manager offiziell in China.

Wettbewerber fürchtet Reber weiterhin nicht. „Wir haben noch immer Schwierigkeiten, direkte Konkurrenten zu identifizieren“, so der 6Wunderkinder-Chef zu Silicon Allee. „Es gibt Firmen, die sich im Business-Bereich richtig gut schlagen“, daneben gebe es Apps für Privatkunden, die damit ihre Einkaufslisten verwalten. Wunderlist hingegen sei auf dem Weg, das „am besten integrierte Produkt aller Zeiten“ zu werden. Oder, in noch markigeren Worten: „Ich glaube, für uns ist das eigentliche Ziel, der letzte Task-Manager der Welt zu sein“.

Bild: 6Wunderkinder