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Yoc-Vorstand Dirk Kraus

Yoc veräußert Belboon an Arcus Capital

Die Berliner Yoc AG hat ihre Tochter Belboon verkauft. Das Affiliate-Marketing-Netzwerk geht an die Arcus Capital AG aus München. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart, allerdings will Yoc durch den Verkauf ein positives Jahresergebnis von voraussichtlich 3,2 Millionen Euro einfahren können.

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Arcus-Capital-Vorstand Stefan Eishold begründet den Kauf in der offiziellen Stellungnahme mit Belboons Management und der Expertise in der Online-Branche. Zudem verfüge Belboon über eine fortschrittliche, hochautomisierte Plattform. Yoc selbst möchte sich fortan auf das Kerngeschäft Mobile Advertising fokussieren. Man konzentriere sich nun auf den Ausbau von Technologien für den datenbasierten, automatisierten Echtzeithandel. Konkret fließe das Geld in die Entwicklung neuer Produkte für Programmatic Mobile Advertising, so der Yoc-Vorstand und Belboon-Geschäftsführer Dirk Kraus.

Wie Mobilebranche.de allerdings mutmaßt, handelt es sich bei dem Verkauf wohl eher um das Abwerfen von „Ballast“. Yoc ist finanziell angeschlagen und habe wohl keine andere Wahl gehabt als das Tochterunternehmen zu veräußern. Der Branchendienst verweist auf den aktuellen Quartalsbericht, in dem es heißt, dass der Fortbestand des Unternehmens auf Grund der weiterhin angespannten Liquiditätssituation gefährdet sei. Im ersten Quartal 2014 verzeichnete Yoc ein Minus von 200.000 Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es sogar 1,6 Millionen Euro. Ein Teil der Einsparungen resultiert aus der Senkung der Personalkosten: Derzeit beschäftigt das Unternehmen noch 87 Mitarbeiter – im Vorjahr waren es 103.

Bild: Belboon