Zalandos Zentrale in Berlin

Auch Auslandsgeschäft auf dem Weg zum Break-even

Zalando zeigt sich auf gutem Weg: Wie der Konzern gerade verkündet, könnte das Geschäftsjahr 2014 nach einem guten dritten Quartal konzernweit leicht profitabel sein. Wie schon in den Jahren zuvor laufen die Geschäfte in der deutschsprachigen Kernregion am besten: Die bereinigte Ebit-Marge lag in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit 3,9 Prozent dabei noch einmal höher als in der ersten Jahreshälfte – von Januar bis Juni hatte diese sich auf 1,2 Prozent belaufen.

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In den ersten neun Monaten belief sich das konzernweite bereinigte Ebit – „vor Aufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente“ – auf 16 Millionen Euro, vor einem Jahr hatte noch ein sattes Minus von 78 Millionen Euro unter dem Strich gestanden.

Während das Geschäft in der deutschsprachigen Region mit 38 Millionen Euro im Plus abgeschlossen wurde, steht für das übrige Europa weiterhin ein Minus von 28 Millionen Euro zu Buche. Das entspricht einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, als der Konzern noch 90 Millionen Euro draufzahlen musste. Nach Angaben von Zalando lässt sich das verbesserte Ergebnis auf Einsparungen im Bereich Logistik, Marketing und Verwaltung zurückführen.

Der Netto-Umsatz des Berliner Online-Händlers stieg im dritten Quartal 2014 auf 501 Millionen Euro. Im Vergleich mit dem Wert des gleichen Zeitraums 2013 von 404 Millionen Euro stieg der Umsatz damit um 24,2 Prozent. Besonders der Umsatz im Segment übriges Europa, alle Länder außerhalb der DACH-Region, konnte deutlich gesteigert werden: Im Vergleich zum Vorjahr (Q3 2013: 141 Millionen Euro) konnte Zalando hier um 39,9 Prozent auf 198 Millionen Euro Umsatz wachsen.

Quelle: Zalando; 1) Das DACH Segment umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz; 2) Das Segment Übriges Europa umfasst alle anderen Länder, in denen Zalando tätig ist; 3) Alle anderen Vertriebskanäle sind im Segment Sonstige gebündelt, dazu zählen die Zalando Lounge und unsere Zalando Outlet Geschäfte in Berlin und Frankfurt; 4) Vor Aufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

 

Vor wenigen Tagen erst hatte der Berliner Online-Händler angekündigt, auch Artikel des Modelabels GAP vertreiben zu wollen. Der Hersteller hatte es in Deutschland in der Vergangenheit mit eigenen Läden versucht – sich dann aber wieder aus dem hiesigen Geschäft zurückgezogen. Die Zusammenarbeit zwischen Zalando und GAP kam an der Börse gut an, der Kurs des Modehändlers stieg um mehr als zehn Prozent auf zuletzt über 22 Euro an – und liegt damit knapp über dem IPO-Ausgabepreis von Anfang Oktober.


Bildergalerie: So sieht es in den Berliner Zalando-Büros aus:

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Mollstraße: Mitte 2013 wurde der neue Technologie-Standort nahe dem Alexanderplatz eröffnet.

Bild: Zalando