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David Schneider (zweiter von links), Robert Gentz (rechts daneben) und Rubin Ritter (rechts)

Wenn der Umsatz eines Unternehmens stark steigt, aber der Gewinn stagniert, ist das immer ein Zeichen, dass die Firma ins Wachstum investiert – oder sonstige Ausgaben hat, die womöglich nicht so vorteilhaft sind. Bei Zalando ist wahrscheinlich Ersteres der Fall, wie die aktuellen Geschäftszahlen für das erste Quartal 2017 zeigen.

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Der Online-Modehändler plant in diesem Jahr insgesamt 200 Millionen Euro für Investitionen auszugeben, etwa zehn Prozent mehr als in 2016. „Unsere Top-Priorität ist profitables Wachstum“, lässt sich CEO Rubin Ritter zitieren. Weitere Marktanteile und noch mehr Kunden in Europa sollen gewonnen werden. 

Dafür würden derzeit beispielsweise die Technologie- und Logistikinfrastruktur ausgebaut, beispielsweise die Lieferung am selben Tag und die Retouren-Abholung. Das habe zu einem Anstieg der Kosten und einem leichten Rückgang in der Bruttomarge geführt, so der Konzern. Die Umsatzkosten erhöhten sich um 112,1 Millionen Euro auf 574,8 Millionen Euro. Der Aktienkurs fiel vorbörslich um rund zwei Prozent.

Die Gewinnmarge betrug 2,1 Prozent. Zum Vergleich: 2016 waren es noch 2,5 Prozent gewesen. Gleichzeitig wuchs der Umsatz in der DACH-Region um 17 Prozent auf 475 Millionen Euro – und im sonstigen Europa um 28 Prozent auf 428,3 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 20,3 Millionen Euro in etwa so hoch wie im Vorjahr.

Für das Gesamtjahr strebt Zalando wie bisher geplant ein Umsatzwachstum von 20 bis 25 Prozent sowie eine bereinigte EBIT-Marge von fünf bis sechs Prozent an. 

Nach Unternehmensangaben nutzen derzeit 20 Millionen Kunden den Shop aktiv, ein Plus von elf Prozent. Das liege vor allem an der verstärkten Nutzung von Smartphones und weiterer mobiler Geräte sowie an der Einführung neuer Marken, so die Firma. Rund 12.600 Menschen arbeiten aktuell für Zalando. 

Hier sind die aktuellen Zahlen im Überblick:

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Bild: Zalando