Rubin Ritter, David Schneider, Robert Gentz, Zalando

Posieren für ein neues PR-Foto: Die Zalando-Chefs Rubin Ritter, David Schneider und Robert Gentz

Läuft bei Zalando. Der Berliner Onlinehändler geht davon aus, dass das auch so bleibt – und hebt die Umsatzprognose deutlich an. Statt einem Wachstum von 20 bis 25 Prozent, wie zuletzt erwartet, geht das Unternehmen nun von 28 bis 31 Prozent aus. Im ersten Halbjahr kletterten die Erlöse um 31,5 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro, gab Zalando nun bekannt.

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Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) stieg von Janaur bis Juni 2015 auf 59 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2014, dem Jahr des Börsengangs, hatte Zalando 82 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Halbjahresbericht weist der E-Commerce-Konzern eine bereinigte Ebit-Marge von 4,3 Prozent aus. 16,4 Millionen aktive Kunden habe das Unternehmen.

Die bringen dem Unternehmen aber nicht nur Freude. Im zweiten Quartal machte sich die schlechte Zahlungsmoral einiger Kunden bemerkbar: Zalando spricht von „einem höheren Niveau von betrügerischem Handeln“ – auf Details will das Unternehmen nicht eingehen. Entsprechend standen Wertminderungen zu Buche. In diesem Zusammenhang habe Zalando auch die Annahmen für die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus früheren Perioden überprüft. Ergebnis: ein zusätzlicher Wertminderungsbedarf in Höhe von 18,5 Millionen Euro. Das bereinigte Ebit fiel von April bis Juni auf 30 Millionen von zuvor 35 Millionen Euro.

Die wichtigsten Zalando-Kennzahlen im Überblick:

Quelle: Zalando. Der Markenname ist offenbar noch nicht universell bekannt – zumindest bei Excel.

Währenddessen wächst Zalando auch personell. Im Vergleich zu knapp 7.600 Mitarbeitern am 31. Dezember 2014 stieg die Beschäftigtenzahl bis zur Mitte dieses Jahres um 1.500 auf fast 9.100 Mitarbeiter an. Vor allem habe es Neueinstellungen in den Logistikzentren und den Technologie-Teams gegeben.

Auch sein Logistiknetzwerk will Zalando weiter ausbauen. So soll im Herbst der Bau eines dritten, selbst entwickelten Logistikzentrums beginnen und der Standort in Mönchengladbach auf maximale Kapazität ausgebaut werden. In Italien plane Zalando zudem einen kleineren Logistikstandort als Pilotprojekt für weitere Standorte außerhalb Deutschlands.


So sieht es in den vier Berliner Zalando-Büros aus:

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Mollstraße: Mitte 2013 wurde der neue Technologie-Standort nahe dem Alexanderplatz eröffnet.

Bild: Zalando