Für bessere Arbeitsbedingungen

Knapp 1.200 Mitarbeiter beschäftigt der Online-Versender Zalando, der sich gerade auf einen Börsengang vorbereitet, in seinem Logistik-Zentrum im brandenburgischen Brieselang. Die haben nun erstmals einen Betriebsrat gewählt, meldet Verdi. Konstituieren will dieser sich kommende Woche. Zu den wichtigsten Aufgaben des Betriebsrates werde gehören, so die Gewerkschaft, „die Zahl der Befristungen bei Zalando einzugrenzen, verträgliche Arbeitszeitregelungen zu vereinbaren und Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen“ zu erzielen.

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Bei Zalando in Brieselang arbeiten nach Angaben von Verdi auch rund 350 polnische Beschäftigte. Die Gewerkschaft wertet es als Erfolg, dass diese entsprechend ihrem Anteil an den Gesamtbeschäftigten im Betriebsrat vertreten sind.

Im April hatte es einen regelrechten Shitstorm gegen Zalando gegeben, nachdem eine RTL-Reporterin sich undercover ins größere Schwesterzentrum in Erfurt eingeschleust und von schikanösen Bedingungen berichtet hatte. Das Unternehmen selbst hatte daraufhin Änderungen bei den Arbeitsbedingungen angekündigt. „Aber die Art, wie ein Logistikzentrum nun einmal funktioniert, werden wir nicht ändern“, betonte Firmengründer Robert Gentz auf der Heureka-Konferenz von Gründerszene im Mai. Denn: „Logistik ist ein harter Job und es wird immer ein harter Job sein.“

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Bild: Zalando