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Die Zalando-Boygroup: David Schneider (zweiter von links), Robert Gentz (rechts daneben) und Rubin Ritter (rechts)

Dieses Ergebnis überrumpelt selbst einige Börsen-Analysten. „Erstaunlicherweise gelang es Zalando im zweiten Quartal sowohl ein starkes Umsatzwachstum als auch eine hohe Profitabilität zu erzielen“, heißt es von Thomas Maul, einem Analysten der DZ-Bank, in einer kurzen Studie. So reagiert die Börse auf die Zahlen des Modehändlers positiv: Der Kurs stieg im Laufe des Vormittages um etwa 18 Prozent auf knapp 32 Euro (Stand: 11:05 Uhr).

Grund für die Euphorie sind die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2016: Zalando erwartet demnach einen Gewinn vor Zinsen und Steuern – das sogenannte Ebit – von 68 bis 88 Millionen Euro. Das Ergebnis ist um Sondereffekte bereinigt. Im Vorjahreszeitraum lag das Ebit bei 30 Millionen Euro. Die entsprechende Ebit-Marge steigt auf 7,5 bis 9,5 Prozent. Der Umsatz des Quartals steigt ebenfalls um etwa 25 Prozent auf mehr als 900 Millionen Euro.

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Das starke Ergebnis nimmt das MDax-Unternehmen zum Anlass, die Gewinnprognose für das gesamte Jahr nach oben zu korrigieren. Die bereinigte Ebit-Marge für 2016 soll demnach zwischen 4 und 5,5 Prozent liegen – diese Spanne ist einen Prozentpunkt höher als bislang erwartet.

Für das ganze Geschäftsjahr geht Zalando von einem Umsatz von etwa 3,7 Milliarden Euro aus, einem Wachstum von 25 Prozent. Beim operativen Ergebnis will der Modehändler den oberen Bereich der anvisierten Spanne von rund 200 Millionen Euro erreichen. Im Vorjahr lag der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern bei 107,5 Millionen Euro.

Bild: Zalando