Zalando Outlet

Das Zalando-Outlet in Berlin

Probenentnahme liegt schon ein halbes Jahr zurück

Der Berliner Modehändler Zalando (www.zalando.de) muss 1.500 bereits verkaufte Schuhpaare der Eigenmarken Zign, Pier One, Taupage und Zalando Collection zurückrufen, weil sie mit der Chemikalie Chrom VI belastet sind. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber der Wirtschaftswoche.

Das toxische Material ist in höheren Konzentrationen giftig, kann bei Hautkontakt Allergien auslösen und im schlimmsten Fall beim Einatmen sogar Krebs verursachen. Bei den überprüften Schuhen sei die zulässige Höchstgrenze teilweise um mehr als das 13-Fache überschritten worden, heißt es in dem Bericht. Zalando hatte die Schuhe laut Wirtschaftswoche in Italien, Spanien und Taiwan herstellen lassen.

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Aufgefallen war die Chrom-VI-Belastung bei einer amtlichen Analyse der Schuhe durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg. Das zuständige Veterinär- und Lebensmittelamt Teltow-Fläming habe Zalando in einem Schreiben vom 24. März mitgeteilt, dass die beanstandeten Artikel „nicht in den Verkehr gebracht werden“ dürften.

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Allerdings liege die Probenentnahme bereits ein halbes Jahr zurück, so das Magazin. Statt schnell eigene Gegenproben zu machen, um die Kunden möglichst schnell informieren zu können, fanden diese bei Zalando nicht statt. Hinweise auf die Kontrollen sollen weder von den Outlet-Mitarbeitern noch vom zuständigen Lager an die Zentrale in Berlin weitergeleitet worden sein, erklärte das Unternehmen.

Bild: Zalando