Messenger sind gerade der letzte Schrei. Und weil bei Zalando ja bekanntlich gerne geschrien wird, versucht sich die Mode-Plattform nun an einem eigenen Chat-Ansatz: Über den Messenger des Stilberatungs-Ablegers Zalon sollen die Kunden sich direkt mit den dort beschäftigten Stylisten unterhalten können, wie die Kollegen von t3n entdeckt haben. Erst einmal gibt es das Angebot wohl nur für die offenbar modebewussteren – oder weniger stilsicheren – iOS-Nutzer.

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Die von den Stylisten empfohlenen Kleidungsstücke – Zalando betont gegenüber Gründerszene, es handle sich nicht um Algorithmen, die im Hintergrund werkeln – werden dann in einer Vorschau vorgestellt und die so zusammengestellte Bestellung kann im Zweifelsfall noch geändert werden. Auch neue Modetrends sollen über den Messenger vorgestellt werden und die App sammelt zudem Feedback der Nutzer ein. Ganz neu ist das Konzept für Zalando nicht: Bereits seit Spätsommer 2015 bietet Zalon seinen Beratungsservice auf Whatsapp an. Der Zalon-Messenger richte sich erst einmal nur an Bestandskunden. Auf diese Weise wolle das Unternehmen nach internen Tests Feedback von Usern einfangen.

Derzeit sammelt Zalando vermehrt Erfahrungen mit mobilen Apps. Gerade erst hat das Unternehmen die Blogger-Kurations-App Amaze übernommen, wie Gründerszene exklusiv berichtete. Mit der Schnellkauf-App Zipcart, dem Social-Shopping-Angebot Fleek oder der Zalando Lounge bestehen weitere mobile Anwendungen. Kein Wunder, denn längst hat sich Zalando zur Mobile-Company entwickelt. Weit mehr als die Hälfte der Nutzer schaut sich das Zalando-Angebot über das Smartphone oder Tablet an.

Einziger Wermutstropfen: Bestellt wird immer noch hauptsächlich am PC – und durch diesen Bruch verliert das Unternehmen sicherlich den einen oder anderen Kunden. Es kann also wenig verwundern, dass Zalando nichts unversucht lässt, die Kundenbindung – und vor allem die Rate an mobilen Geschäftsabschlüssen – zu erhöhen.

Bild: Westend61 / Gettyimages