ZipprApp

Zippr-CEO Aditya Vuchi: Ade, sperrige Anschriften!

In Kooperation mit CNN präsentiert Gründerszene wöchentlich die neueste Folge des Wirtschaftsformats Smart-Business von CNN International.

„Wir wollen das Leben von einer Milliarde Menschen einfacher machen“

Die Geschichte eines arbeitsscheuen indischen Beamten ging vergangene Woche um die Welt: Knapp 25 Jahre hatte der Ingenieur blau gemacht. Entlassen wurde er erst jetzt. Recht chaotisch ist nicht nur Indiens Verwaltung, auch das Verkehrswesen ist unübersichtlich. Zusammengenommen macht das: ein sanierungsbedürftiges Postsystem. Logische Adressen-Reihenfolgen sind in Indien rar. Selbst Einheimische sollen sich mit der urbanen Navigation schwer tun.

Anzeige
Die Idee, einen digitalen Wegweiser bereitzustellen, der auch ohne Straßen-Hausnummer-Input funktioniert, kommt da gerade recht. Das Startup Zippr hat sich darauf spezialisiert, Anschriften zu vereinfachen. Auf dem Smartphone tragen Nutzer ihren Wohnort in einen Stadtplan ein und fügen relevante Standortinformationen hinzu. Diese Daten übersetzt die App in einen achtstelligen Code, der andere Nutzer, über Google Maps, zum richtigen Fleck lotst.

2013 gegründet, wird Zippr inzwischen von Lieferdiensten, Notaufnahmen und Ämtern genutzt. Zippr-CEO Aditya Vuchi plant nun, die Code-Funktion auch Bevölkerungsteilen ohne Internetzugang zu ermöglichen: „Wir wollen die Codes bald auch per SMS verschicken. Wir verfolgen die Vision, das Leben von einer Milliarde Menschen einfacher zu machen.“ Die Lücken im indischen Versandsystem könnte Zippr damit zumindest enger machen. Und dafür womöglich auch weniger als 25 Jahre brauchen.

Smart Business könnt Ihr mittwochs innerhalb von CNN Internationals Wirtschaftssendungen The Business View (ab 12.00 Uhr) und World Business Today (ab 15.00 Uhr) sehen; Bild: CNN